Auf unserem Hausbau Blog stellen wir in einer Artikelserie die bekanntesten und beliebtesten Dachformen bzw. Dacharten vor.

Walmdach - Vorteile, Nachteile und WissenswertesDas Walmdach ist eine der ältesten und beliebtesten Dachformen. Es unterscheidet sich vom Satteldach dadurch, dass es an allen vier Seiten eine geneigte Dachfläche hat. Wo sich beim Satteldach die beiden Giebel befinden, nämlich an der Stirnseite des Hauses, weist das Walmdach stattdessen zwei weitere Dachflächen auf.

Diese beiden dreieckigen Dachflächen beginnen an der Traufkante des Gebäudes und münden oben in den Dachfirst. Das Walmdach ist nicht zu verwechseln mit dem Zeltdach, wo alle vier Dachflächen eine dreieckige Form aufweisen und in einer gemeinsamen Spitze enden.

Das Walmdach ist weltweit verbreitet und zählt neben dem Satteldach zu den beliebtesten Dachformen in Deutschland. Es ist ästhetisch ansprechend und sieht an den meisten Gebäuden vorteilhaft aus.

Vor- und Nachteile des Walmdaches

Das Walmdach ist eine ausgesprochen robuste Konstruktion, die dreieckigen Dachflächen an den Stirnseiten wirken wie eine zusätzliche Verstärkung der Dachkonstruktion. Dadurch ist es gegenüber Sturm und anderen Wetterbelastungen deutlich widerstandsfähiger als andere Dachkonstruktionen wie beispielsweise das Satteldach.

Einfamilienhaus mit Walmdach und Gaube - Aufnahme von obenLeider hat dieses Dach nicht nur Vorteile, aufgrund der komplexeren Dachkonstruktion ist es beispielsweise teurer in der Bauausführung. Wenn man bei einem herkömmlichen Satteldach mit 60 Euro pro Quadratmeter rechnet, können beim Walmdach Kosten von 80 Euro und mehr anfallen. Die höhere Widerstandsfähigkeit hat also ihren Preis. Auch der Einbau von Dachfenstern ist aufwändiger und teurer.

Der zweite gravierende Nachteil ist die schlechtere Raumausnutzung. Durch die geneigten Dachflächen an den Stirnseiten bietet das Walmdach deutlich weniger Wohnraum unter dem Dach als andere Dächer gleicher Größe. Wie groß der Verlust ist, hängt auch von der Dachneigung ab. Je flacher das Walmdach, desto größer der Flächenverlust.

Das Walmdach – auf die Neigung kommt es an

Das Walmdach kann sehr unterschiedlich ausgeführt werden. Das Erscheinungsbild eines Walmdachs hängt vor allem von der Dachneigung ab, die typische Dachneigung beträgt dabei um die 35°. E sind aber auch viel flachere als auch steilere Walmdächer bis zu einer Neigung von 60° und mehr machbar.

Freistehendes Haus mit Walmdach und Gaube - DraufsichtBeim Bau von Bungalows entscheidest man sich oft für ein Walmdach an Stelle eines Flachdaches, weil es optisch ansprechender und wesentlich stabiler und haltbarer ist. Diese Walmdächer haben oft nur eine sehr geringe Dachneigung. Diese Dächer sind zu flach, um Wohnraum darunter zu schaffen und können stattdessen als großzügiger Abstellraum dienen. Besondern in den siebziger Jahren wurden häufig Bungalows mit solchen relativ flachen Walmdächern errichtet. Auch in jüngster Zeit liegen flache Walmdächer beim Bau sogenannter Stadtvillen wieder im Trend.

Steile Varianten mit einer großen Neigung sind demgegenüber weitaus imposanter und repräsentativer. Je steiler das Dach, desto höher, da ja die vier Dachseiten sich entlang des Firsts vereinigen müssen. Solche steilen Walmdächer sind bei älteren Häusern, aber auch bei großzügigen Einfamilienhäusern anzutreffen. Unter so einem Dach steht die volle Raumhöhe zur Verfügung. Meist bleibt über dem Wohnraum noch genug Platz für einen Dachboden als Abstellraum.

Vom Walmdach gibt es zahlreiche Abwandlungen, die bekannteste dürfte das Krüppelwalmdach sein, das eine interessante Alternative darstellt.

Interessantes und Wissenswertes rund um das Walmdach auf unseren Hausbau Blog

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