Auf unserem Hausbau Blog stellen wir in einer Artikelserie die bekanntesten und beliebtesten Dachformen bzw. Dacharten vor.

Satteldach - Vorteile, Nachteile und WissenswertesDas Satteldach ist der absolute Klassiker und den Dachformen, auch unser Dach ist ein solches. Bei ihm ist alles erlaubt, was den Bauherren gefällt. Es ist gerade diese Vielseitigkeit der unterschiedlichen Traufhöhen oder Dachneigungen, die Satteldächer je nach Baustil und/oder Region so individuell machen.

Wo häufig Regenschauer und/oder starke Winde übers Land ziehen, ist eine steile Dachneigung sinnvoll. Dadurch erhält Nässe keine Chance und trocknet schneller ab, Schäden wird so vorgebeugt. In Regionen mit viel Schneefall ist dagegen ein geringerer Neigungswinkel empfehlenswert, da Schneemassen nicht völlig unkontrolliert abrutschen können.

Satteldach – Wohnraumnutzung bis unter den Giebel

Satteldächer waren viele Jahre als traditionell und ewig gestrig verschrien. Als jedoch die Flachdachbauten beziehungsweise Bungalows der 1960er und 1970er Jahre große Probleme durch undichte Dächer bereiteten, bekam das wetterbeständige Satteldach wieder große Beachtung.

Ein wichtiger Pluspunkt der Satteldächer ist dabei, dass sich die rechtwinkligen Seiten des Daches relativ einfach aufbauen lassen. Dies bedeutet beim Hausbau meistens enorme Kostenersparnis im Vergleich zu anderen aufwendigeren Dachformen. Der Raum unterhalb des Satteldaches kann zudem fast ohne Einschränkungen als Wohnbereich oder Ähnlichem genutzt werden. Wer grundsätzlich in den Dachzimmern größeres und hohes Mobiliar einstellen möchte, sollte deshalb eine flache Dachneigung einplanen, die bei etwa 25 Grad liegt.

Vor- und Nachteile der Satteldächer

Die Vorteile sind unter anderem:

  • in der Konstruktion und im Aufbau preisgünstig
  • gegenüber Witterungsschwankungen sehr beständig
  • Dachdeckung mit umweltfreundlichen Materialien ist möglich
  • der Gestaltung sind fast keine Grenzen gesetzt

Nachteile können sein:

  • Tageslicht kann nur durch Einbau von Dachfenster ausreichend einfallen
  • ist die Dachneigung zu steil, geht Wohnraum verloren

Ein freistehendes Einfamilienhaus mit Satteldach und weiße FassadeDie optimale Neigung des Satteldaches

Der fast unschlagbare Vorteil besteht darin, dass die Dachkonstruktion architektonisch einfach zu realisieren ist und die unterschiedlichsten Traufhöhen und Neigungen zulässt. Zudem ist das Satteldach äußerst witterungsbeständig und muss, im Vergleich zu Flachdächer, seltener gewartet werden. Dadurch verringern sich letztendlich auch die laufenden Instandhaltungskosten.

Satteldächer werden überwiegend mit einer Dachneigung zwischen 38 Grad und 45 Grad errichtet, da so für die Planung des Dachgeschossausbaus genügend Platz zur Verfügung steht. Sogenannte flache Satteldächer verfügen lediglich über eine Neigung von maximal 30 Grad. Werden Satteldächer mit 45 Grad Dachneigung errichtet, handelt es sich um ein Winkeldach. Satteldächer mit 62 Grad Neigung werden zum Beispiel als altdeutsches oder gotisches Dach bezeichnet.

Satteldächer – praktisch, preiswert und bewährt

Das Satteldach schließt mehr/weniger als gleiches Dreieck das Gebäude ab. Die Konstruktion erfolgt als Pfettendach oder Sparrendach und ist seit vielen hundert Jahren in allen Regionen bewährt. Dies bedeutet, dass Satteldächer durch die geringere Angriffsfläche für Niederschlag weniger Aufwand bei der Abdichtung verlangen. Deshalb ist es gerade bei viel Schneefall sinnvoll, dass Gebäude und beispielsweise Carports ein Satteldach erhalten. In manchen Regionen sind Satteldächer für Carports von den Bauämtern sogar vorgeschrieben, da diese architektonisch mit dem Umfeld harmonischer agieren – als es ein Flachdach kann.

Satteldächer sind sowas wie der Klassiker unter den Dachformen und sehr beliebt bei Bauherren

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