Ein Homeoffice, also ein Büro für zu Hause, hat so einige Vorteile und wird mittlerweile häufig auch von Angestellten genutzt – so ist es bei mir zum Beispiel auch. Der Arbeitsweg fällt weg, wodurch man Zeit und Spritkosten spart. Für Selbständige ist es darüber hinaus sinnvoll, um gerade in der Anfangszeit weitere Mietkosten für ein Büro zu sparen.

Home Office - Heimarbeitsplatz richtig ausstattenAllgemeine Tipps fürs heimische Büro

  • Für Ruhe sorgen: Der Raum sollte – wenn Du die Wahl hast – nicht zu einer viel befahrenen Straße hinausgehen. Schalldichte Türen und ein dicker Teppich, der Schallwellen bricht, sind ebenfalls empfehlenswert.
  • Sauerstoffzufuhr gewährleisten: Verfügt der Raum über große Fenster, kann man regelmäßig frische Luft hineinlassen. Luftreinigende Zimmerpflanzen sind nicht nur praktisch, sondern auch was fürs Auge.
  • Bei der Einrichtung Bewegung integrieren: Langes Sitzen ist ungesund und unbequem. Es kann also durchaus sinnvoll sein, wenn man ein Regal mit wichtigen Ordnern auf der anderen Seite des Raums platziert. So hat man regelmäßig einen Grund, aufzustehen.
  • Formalitäten beachten: Wenn man das Homeoffice gewerblich nutzen möchte und nicht selbst der Hauseigentümer ist, sollte man vorab die Erlaubnis des Vermieters einholen. Häufig kann man das Arbeitszimmer außerdem steuerlich absetzen (ob man mit seiner Tätigkeit in diese Kategorie fällt, kann man hier berechnen). Dafür muss sich das Büro allerdings in einem abgeschlossenen Raum befinden, der nur beruflich genutzt wird – was ich sowieso immer empfehlen würde.

Tipps zum Einrichten vom Homeoffice

Räumliche Aspekte
Das Homeoffice richtet man am besten in einem vom Wohnbereich unabhängigen Raum ein, da es dort weniger Ablenkung zum Beispiel durch Familienmitglieder gibt. Mir ist immer wichtig, dass ich die Tür zu machen kann und dann auch alle wissen, dass man mich nicht stört. Das habe ich direkt klar gemacht und alle in der Familie respektieren das auch. Nur so kann ich wirklich in Ruhe und konzentriert arbeiten.

Des Weiteren sollte der Raum groß genug sein, damit man sich nicht eingeengt fühlt und sich in seiner Arbeit entfalten kann. Wer im Eigenheim wenig Platz hat, kann zumindest einen Vorhang als Raumteiler benutzen oder vielleicht den Dachboden ausbauen. Alternativ besteht die Möglichkeit,  die Diele, Treppenabsätze oder einen Einbauschrank umzufunktionieren. Die kleinen Arbeitsplätze dort kann man dann mit Schiebetüren ausstatten und nach Feierabend verschließen.

Mobiliar
Bei der Wahl der Möbel fürs Homeoffice ist Ergonomie essentiell. Der Schreibtisch sollte nicht nur möglichst groß sein und Stauraum für Utensilien bieten, die immer griffbereit sein müssen. Des Weiteren lohnt es sich, in ein ausfahrbares Modell zu investieren, mit dem man von Zeit zu Zeit im Stehen arbeiten kann. Ich persönlich liebe es, zwischendurch für 15-20 Minuten im Stehen zu arbeiten.

Ein höhenverstellbarer Schreibtisch im Home Office ist Gold wertDer Schreibtischstuhl sollte gemütlich sein und den Rücken beim Sitzen schonen. Wichtig sind außerdem ausreichend Regale für die verschiedenen Arbeitsmaterialien. Empfängt man regelmäßig Kunden, ist ein separater Tisch mit Stühlen sinnvoll. Ein wenig Deko kann ebenfalls nicht schaden. Ein Farbakzent hier, eine Blume dort – Accessoires machen den Raum wohnlicher und sorgen für Wohlfühlatmosphäre. Dieser Aspekt ist nicht zu verachten, da man einen beträchtlichen Teil des Tages im Homeoffice verbringt.

Beleuchtung
Essentiell für eine angenehme Arbeitsatmosphäre ist Licht. Bei mir lassen die großen Fenster ausreichend Tageslicht herein, weshalb ich eigentlich immer ein helles Büro habe. Alternativ sollte man auf jeden Fall über ausreichend Beleuchtung durch Decken- oder Stehlampen sorgen, denn dies schont die Augen, wenn man lange am Bildschirm sitzt.

Ordnung ist das halbe Leben
Nicht gerade meine Paradedisziplin 😉 Im Home Office sollte man Behälter für Papier und Restmüll aufstellen, ich arbeite zusätzlich mit einem Aktenvernichter für sensible Dokumente. Regelmäßiges Leeren ist natürlich wichtig. Zudem sorgen Regale mit blickdichten Türen für Ordnung. Selbst wenn dahinter Chaos herrscht, wirkt das Zimmer gleich viel aufgeräumter.

Die richtige Ausstattung für das Büro zu Hause

Hat man den Raum vorbereitet und eingerichtet, fehlt nur noch die Ausstattung. Je nach Beruf kann sich diese natürlich unterscheiden. Zur Grundausstattung gehören aber vermutlich immer:

  • Telefon
  • Drucker
  • Computer oder Laptop
  • Zubehör wie Bildschirm, Headset oder Webcam

Des Weiteren ist natürlich eine schnelle Internetverbindung wichtig, da die Kommunikation mit Kunden und Geschäftspartnern häufig online stattfindet. Empfehlenswert ist eine externe Festplatte zur Sicherung wichtiger Daten, ich selber nutze dafür ein Synology NAS.

Da ich Angestellter bin, wird mir sehr viel gestellt, um Software muss ich mich beispielsweise gar nicht kümmern. Bei Selbständigen sieht dies natürlich anders aus, da würde ich immer ein paar Programme empfehlen, welche die Arbeitsweise ungemein erleichtern:

  • E-Mail-Programme wie Outlook können heutzutage nicht nur Nachrichten verschicken, sondern haben auch einen integrierten Kalender mit Benachrichtigungsfunktion – praktisch, um alle anfallenden Aufgaben und Termine im Blick zu haben.
  • Für täglich anfallende Arbeiten eignen sich die gängigen Microsoft Office- oder Libre Office-Programme. Diese umfassen unter anderem Tools für Text- und Tabellenverarbeitung sowie für die Erstellung von Präsentationen. Alternativ kann man sich auch Google Docs dafür anschauen.
  • Ein browserbasiertes Tool fürs Projektmanagement (Ich nutze privat beispielsweise Trello) hilft, den aktuellen Stand eines Projekts einfach zu überblicken. Mit einer solchen Software kann man To-do-Listen und Unteraufgaben erstellen sowie Dateien hochladen.
  • Damit sich in Rechnungen keine unnötigen Fehler einschleichen und die Daten vollständig sind, sollte man sich umfassend über Rechnungsprogramme informieren und sich eine passende Software für die eigenen Bedürfnisse anschaffen.

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