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Echte Tipps aus der Praxis: Welcher Rasenmäher passt zu mir?

Tipps aus der Praxis: Welchen Rasenmäher benötige ich?

Fast in jedem Garten sind zum großen Teil Rasenflächen angelegt. Nur reine Nutzgärten stellen dazu eine Ausnahme dar. Doch selbst ein Schrebergarten kann je nach Satzungsauflagen zum Beispiel der Anforderung unterliegen, ihn zu einem Drittel als Rasenfläche auszuführen. Mit dem Rasen kommt die Frage nach einem „guten“ Rasenmäher auf. Viele Arten der Rasenmäher und dazu unzählige Modelle, erschweren die Übersicht und Auswahl. Zudem ist nicht jeder Rasenmäher für alle Anforderungen gleich gut.

Tipp vorab: Kaufe nicht einfach den günstigsten Rasenmäher. Der Rasen bestimmt, welcher Mäher der geeignete ist. Bedenke auch das Gewicht, wenn der Rasenmäher im Keller parkt oder in ein Gartenhaus gehoben wird. Gewicht ist auch bei Hanglage ein wichtiger Faktor.

Die unterschiedlichen Arten der Rasenmäher

Wer sich im Fachhandel einmal nach Rasenmäher umschaut bemerkt schnell, dass es elektrische Rasenmäher und Modelle mit Benzinmotor gibt. Benzinmotoren gelten als laut und die Modelle sind auch teurer. So ist es nicht verwunderlich, dass meistens die Elektromodelle bevorzugt werden. Ob dass die richtige Entscheidung ist, hängt jedoch von den Anforderungen und Gegebenheiten ab. Deswegen erklären wir doch einfach mal die Unterschiede und wie sie sich in der Praxis auswirken.

Folgende Faktoren wirken auf die Wahl des Rasenmähers aus:

  • Größe der Rasenfläche, Schnittbreite der Messer und Volumen des Fangkorbes. Bei Akku-Rasenmäher die Laufzeit beachten.
  • Wie oft wird gemäht, denn die Halmlänge bestimmt die Leistung und einstellbaren Mähhöhen. Wer seltener mäht (hohes Gras) braucht auch stärkere Rasenmäher (Benzin oder kräftiger Elektromotor).
  • Stromversorgung erreichbar (z.B. über Außensteckdose)? Denn ohne Stromanschluss (zum Beispiel Schrebergarten) kommen nur Benzin-Rasenmäher und bedingt Akku-Rasenmäher in Frage (Ausnahme Stromerzeuger).
  • Eine Hanglage schränkt die Auswahl der Benzin-Rasenmäher ein (4-Takter bei Hanglage nicht empfehlenswert). In Hanglage steigt die Bedeutung des Gewichts vom Rasenmäher. Einige Modelle verfügen über einen unterstützenden Radantrieb.

Elektro-Rasenmäher mit Kabel

In städtischen Gärten werden vorwiegend Elektro-Rasenmäher mit Kabelanschluss benutzt. Sie sind schon ab ca. 50 € erhältlich und zudem sehr kompakt und leicht. Elektrorasenmäher sind sehr leise, sodass auch kein Nachbarschaftsstreit zu befürchten ist. In der Regel besitzen sie nur einen Ein- und Ausschalter (plus zusätzlichem Sicherheitsschalter) und eine grobe Höhenverstellung. Die Bedienung ist also denkbar einfach.

Ein Handrasenmäher eignet sich nur bei sehr kleinen Rasenflächen, beispielsweise bei einem Reihenhaus mit kleinem Gartenanteil
Ein Handrasenmäher eignet sich nur bei sehr kleinen Rasenflächen, beispielsweise bei einem Reihenhaus mit kleinem Gartenanteil

Stadtgärten sind zudem in der Regel relativ klein bzw. haben nur wenig Rasenfläche. So kann tatsächlich ein sehr günstiger Elektro-Rasenmäher die beste Wahl darstellen, sofern auch regelmäßig der Rasen gemäht wird! Die Ansprüche sind bei einem normalen Rasen mit kleiner Größe tatsächlich sehr gering an die Rasenmäher, sodass teilweise sogar ein Handrasenmäher ausreichen würde (bis ca. 300 qm² möglich, aber sehr zeitaufwendig). Wer jedoch glaubt, Handrasenmäher wären die günstigsten Rasenmäher, irrt sich. Sie sind verrückterweise teurer als die günstigsten Elektro-Rasenmäher, wir waren selbst sehr überrascht darüber.

Ein Elektro-Rasenmäher benötigt ein Strom-Verlängerungskabel. Das kann bei Bäumen und Sträuchern auf der Rasenfläche hinderlich sein. Beliebter Konfliktpunkt zwischen Mann und Frau sind abgebrochene Blumen, wenn das Kabel durch ein Blumenbeet gezogen werden muss. Es bringt auch nichts bei einem „Blumenunfall“ alle Spuren beseitigen zu wollen – Frauen beweisen dann ein fotografisches Gedächtnis, wenn es um ihre Blumen geht 😉

Tipp: Sehr „beliebt“ ist das Überfahren des Stromkabels im Mäheifer. Besonders, wenn das Gras schon hoch gewachsen ist. Schließlich befindet sich das Kabel immer in der Nähe der Messer. Das systematische Abarbeiten der Rasenfläche verhindert das. Auch wir haben anfangs wie die meisten Gartenbesitzer eine Seite nach der anderen abgefahren, uns also immer im Quadrat bzw. Rechteck bewegt.

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Besser ist es, nur von einer Seite Bahn für Bahn abzuarbeiten. Das Kabel kann schon vorher grob neben der Bahnlänge ausgelegt werden. So wird sich dann vom Kabel weggearbeitet, ohne es überhaupt überfahren zu können. Der Nachteil dieser Methode ist das nötige Wenden des Rasenmähers am Ende jeder Bahn. Aber es muss auch gar nicht gewendet werden. Ein Rasenmäher (Ausnahme Handrasenmäher) kann vorwärts wie rückwärts mähen. Wer sich das Wenden sparen will, kann ihn auf der nächsten Bahn einfach rückwärts zurückziehen bzw. hinter sich her ziehen.

Ein Elektro Rasenmäher mit Kabel ist zwar günstiger als ein Modell mit Akku, allerdings liegt das Kabel gerne mal im Weg rum und kann beim Überfahren kaputt gehen

Vorteile der Elektro-Rasenmäher

  • günstiger Preis
  • kaum Wartungsarbeiten
  • geringes Gewicht (sehr wichtig wenn Rasenmäher getragen werden muss oder bei Hanglage)
  • hohe Zuverlässigkeit
  • eine gute Wahl bis 600 m2 Rasenfläche (erforderliche Kabellänge beachten)

Elektro-Rasenmäher mit Akku

Ganz ähnlich wie bei dem Elektro-Rasenmäher verhält es sich bei dem Akku-Rasenmäher. Auch dieser Typ verfügt über einen Elektromotor, benötigt jedoch kein Stromkabel. Damit fällt das „Kabel-Mähen“ weg, sofern nicht andere Kabel – zum Beispiel einer Beleuchtung – gefunden werden 🙂

Das Gewicht ist ähnlich der Elektro-Rasenmäher, allerdings durch den Akku etwas höher. Akku-Rasenmäher werden auf lange Laufzeiten optimiert. Dazu werden eine hohe Kapazität des Akkus verlangt und ein sparsamer Elektromotor. Sparsame Elektromotoren sind jedoch im Regelfall auch schwächer. Bei Akku-Rasenmähern sollte also regelmäßig, wenn nicht sogar öfters, der Rasen gemäht werden.

Die Akku-Laufzeit bestimmt die Fläche, welche mit einer Akku-Ladung zu bewältigen ist. Da das Aufladen häufig Stunden dauert, sollte im Idealfall der Rasen gemäht sein, bevor der Akku leer ist.

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Tipp: Akkus werden ständig weiterentwickelt und längst haben Lithium-Ionen-Akkus ((Li-Ion) und Lithium-Ionen-Polymer-Akkus ((Li-Ion-Poly) die älteren Nickel-Cadmium-Akkus ((NiCd) oder Nickel-Metallhydrid-Akkus (NiMH) abgelöst. Dadurch gibt es keine Memory-Effekte mehr und die Lithium Akkus lassen sich ohne Schaden zu nehmen tiefer entladen, wenn auch nicht restlos wie oft fälschlicherweise behauptet wird.

Wer nicht mit einer Akku-Ladung hinkommt, kann auch einen zweiten „Ersatz-Akku“ kaufen. Dann solltest Du darauf achten, dass beide Akkus vor dem Rasenmähen vollgeladen sind. So kann der zweite Akku einspringen, wenn der erste leer ist. In der Zeit wo mit dem Ersatz-Akku gearbeitet wird, sollte der erste Akku sogar schon wieder geladen werden. In der Regel wird er in der Zeit zwar nicht voll werden, kann aber auch teilgeladen schon wieder viele Quadratmeter mähen.

Für kleinere Rasenflächen ist ein Elekto Rasenmäher mit Akku trotz kürzerer Laufzeit ideal und erspart das nervige Kabel, welches beim versehentlichen Überfahren kaputt gehen kann

Außer den Handrasenmäher gehören die Akku-Rasenmäher zu den schwächsten Vertretern unter den Rasenmäher (Elektromotoren mit weniger Leistung erhöhen die Akkulaufzeit). Wer dann nicht regelmäßig mäht, kommt bei höherem Gras schneller in Schwierigkeiten. Folgende Maßnahmen können dann versucht werden, wenn das Messer immer wieder blockiert:

  • Warten bis Rasen trocken ist, evtl. erst mit hoher Einstellung vormähen, damit er schneller trocknet.
  • Nur eine halbe Bahn oder weniger mähen. Das Messer wird dann weniger abgebremst. So wird jedoch die Schnittbreite nicht ausgenutzt und es dauert natürlich länger.
  • Blockiert das Messer, den Griff nach unten drücken. Dadurch hebt sich das Messer vom Boden ab und kann wieder drehen.

Diese Tipps eignen sich natürlich auch für andere Rasenmäher-Arten. Zum Beispiel lassen sich Benzin-Rasenmäher mit 4-Takt-Motor durch hohes Gras gerne abwürgen. Das ist sehr ärgerlich, wenn andauernd erneut der Seilzug zum Anwerfen benutzt werden muss.

Vorteile Akku-Rasenmäher

  • noch günstiger Preis (etwas teurer als Elektro-Rasenmäher, evtl. Kosten für zweiten Akku berücksichtigen)
  • noch relativ leicht
  • ebenfalls wartungsarm
  • sogar etwas leiser als die Elektro-Modelle
  • sehr zuverlässig, jedoch abhängig von richtigem Ladevorgang
  • Akkus sind einem Verschleiß unterworfen und lassen mit den Jahren nach
  • geeignet für Rasenflächen bis ca. 400 m2 , bei 2 oder mehr Akkus entsprechend mehr

Benzin-Rasenmäher 4-Takter

Diese Rasenmäher arbeiten mit Verbrennungsmotoren nach dem 4-Takt-Prinzip. Damit kommen sie in der Funktionsweise den Verbrennungsmotoren von Benzin-Autos sehr nahe, beschränken sich jedoch auf einen Zylinder. Sie sind teurer als Elektro- oder Akku-Mäher. Durch den Motor sind sie auch schwerer, lauter und erzeugen natürlich Abgase.

Benzin Rasenmäher sind zwar schwerer als Elektro Rasenmäher, sie sind allerdings auch leistungsstärker und haben häufig eine größere Schnittbreite
Benzin Rasenmäher sind zwar schwerer als Elektro Rasenmäher, sie sind allerdings auch leistungsstärker und haben häufig eine größere Schnittbreite

Die meisten Modelle werden mit einem Seilzugstarter zum Laufen gebracht. Dieser Startvorgang setzt etwas Kraft voraus und erfordert unter Umständen etwas Übung. Besitzer von Elektro-Rasenmäher grinsen, wenn der Nachbar schon seit 15 Minuten wie wild am Startseil zieht und der Rasenmäher nicht anspringen will. In der Tat wollen Benzin-Rasenmäher, wie auch ein Auto-Motor, gewartet und gepflegt werden. Zudem ist es auch kein Fehler, Benzin im Tank des Rasenmähers zu haben :-). Oft wird dies erst geprüft, wenn der Rasenmäher beim Mähen plötzlich ausgeht. Häufig steht dann eine unfreiwillige Fahrt zur Tankstelle an.

Benzin-Rasenmäher spielen allerdings dort ihre Trümpfe aus, wo Elektro-Rasenmäher und der grinsende Nachbar scheitern. Sie sind sehr kräftig und kommen auch mit feuchtem oder höherem Gras noch zurecht. Sie arbeiten unabhängig von Stromanschlüssen und haben oft breitere Schnittbreiten. Dadurch eignen sie sich auch für große Rasenflächen besser bzw. sparen Arbeitszeit ein.

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Die Besonderheit von 4-Taktern im Vergleich zu 2-Taktern ist eine vom Benzin getrennte Ölschmierung, wie beim Auto. Das hat jedoch den Nachteil, dass bei starker Schräglage das ÖL im Ölbehälter zur Seite läuft und die Ölversorgung Luft anstelle von Schmieröl ansaugt. Dieses ist nur sehr kurzfristig akzeptabel, da der Motor sonst ohne Ölschmierung schnell kaputt geht.

Wer also Rasen in starker Hanglage mähen will, sollte lieber zu anderen Möglichkeiten greifen, wie zum Beispiel Elektro oder 2-Takter.

Bei Hanglage macht sich auch das höhere Gewicht von Benzin-Rasenmäher viel stärker unangenehm bemerkbar. Es gibt auch Modelle mit Radantrieb, welche das Fahren erleichtern.

Tipp: Viele mähen ihren Hang von oben nach unten und dann halt wieder hinauf. Besser ist es, sofern er nicht zu steil ist, Hänge seitwärts zu mähen. So muss nicht immer den ganzen Hang hinauf gelaufen werden. Ist der Hang wirklich zu steil für seitwärts zu arbeiten, kann eine zweite Person hilfreich sein. Ein Seil am Griff des Rasenmähers wird von der zweiten Person hochgezogen, wenn es wieder bergauf geht. Ist nur ein Teil der Rasenfläche in Hanglage, bietet sich auch eine Sense oder Motorsense an.

Benzin Rasenmäher haben deutlich mehr Kraft als Elektro Rasenmäher und sind unabhängig vom Stromanschluss, weshalb sie sich gut für größere Rasenflächen eignen

Vielleicht ist es aber auch der richtige Zeitpunkt, über einen Mähroboter nachzudenken. Bei Hangrasen ist natürlich die Arbeitserleichterung durch einen Roboter sehr groß, sofern er damit fertig wird. Nicht jeder Mähroboter schafft große Steigungen oder Gefälle. Die meisten Modelle schaffen noch eine Neigung von bis zu 25°. Spezielle Hangmäher haben Allradantrieb und schaffen bis zu 45° (zum Beispiel Husquarna-Modelle).

Vorteile der Benzin-Rasenmäher 4-Takter

  • sie sind kräftiger als Elektro-Rasenmäher (höheres und feuchtes Gras können sie gut bewältigen)
  • sie eignen sich gut für große Rasenflächen ( bis zu 1.500 m2 )
  • ohne Stromversorgung und Kabel überall einsetzbar
  • Zuverlässigkeit bei regelmäßiger Wartung gut, jedoch anfällig für Störungen im Vergleich zu Elektro-Rasenmäher
  • etwas leiser als 2-Takter-Rasenmäher

Benzin-Rasenmäher 2-Takter

Im Prinzip gilt für 2-Takter-Rasenmäher das gleiche, was generell für Benzin-Rasenmäher gilt (höheres Gewicht, mehr Kraft, Unabhängigkeit von Stromanschlüssen). Aber im Vergleich zu 4-Takter gibt es zwei gravierende Unterschiede.

Zum einen besitzen 2-Takter keine getrennte Schmierölversorgung. Das Schmieröl wird dem Benzin zugesetzt und mit verbrannt. Solange der Motor läuft (also mit Benzin versorgt wird), erhält er auch die nötige Schmierung, egal in welcher Schräglage er sich befindet. Somit können mit einem 2-Takter-Rasenmäher auch steile Hänge bearbeitet werden.

2-Takter-Motoren haben noch einen Vorteil gegenüber 4-Taktern. Sie entwickeln schon sehr viel Kraft bei niedrigen Drehzahlen. Wird ein 4-Takter-Rasenmäher durch zu hohes Gras in der Drehzahl abgebremst geht er sehr schnell aus, weil er die hohe Drehzahl für seine Kraftentwicklung benötigt. Ein Rasenmäher mit 2-Takter-Motor zeigt sich dabei überlegen und geht eben im hohen Gras nicht so schnell aus.

Das Gemisch aus Öl und Benzin gibt es fertig zu kaufen oder kann auch einfach selbst angemischt werden. Je nach Modell sind Mischungsverhältnisse 1:25 oder 1:50 üblich. Das entspricht 1 Teil Öl auf 25 oder 50 Liter Benzin. Nachteilig empfinden viele, dass durch die Ölverbrennung ein 2-Takter noch mehr stinkt als ein 4-Takter.

Benzin-Rasenmäher spielen ihre Trümpfe aus, wo Elektro-Rasenmäher scheitern, so lassen sich beispielsweise auch hohes und feuchter Rasen damit mähen

Tipps zur Fehlersuche bei Benzin-Rasenmähern

Als Rasenmäher mit Verbrennungsmotoren besitzen sie auch einige Komponenten, welche bei schlechter Wartung schnell Ärger bereiten. Häufige Fehlerursachen sind:

  • Vergaser verstopft oder falsch eingestellt
  • Zündkerze verschlissen oder defekt
  • Zündkabel oder Magnetzündung defekt (oft bei Feuchtigkeit)
  • Luftfilter mit Schmutz zugesetzt
  • Benzinfilter oder Benzinleitung zugesetzt

Benzin-Zufuhr prüfen

Will ein Benzin-Rasenmäher nicht anspringen geht es an die Fehlersuche. Es klingt banal, kommt aber dennoch häufig vor: Prüfen ob Benzin im Tank ist :-). Oft wird nach Beendigung des Rasenmähens der Rasenmäher schnell weggestellt und Feierabend gemacht. Ist nur noch ein geringer Rest Benzin im Tank, kann der wenige Rest schnell verdunsten und der Rasenmäher springt nicht an. Ebenso sind Undichtigkeiten am Tank oder den Benzinleitungen eine häufige Fehlerquelle, wenn der Rasenmäher eine Zeitlang steht.

Luftfilter prüfen

Da beim Rasenmähen viel Schmutz und Staub aufgewirbelt wird, ist auch schnell der Luftfilter zugesetzt. Die meisten Modelle haben auswaschbare Schaumstofffilter. Ein zugesetzter Luftfilter kündigt sich in der Regel schon vorher an. Der Rasenmäher wird weniger Leistung haben, mehr Abgase zeigen und halt schlecht oder gar nicht anspringen. Wer den Luftfilter im Verdacht hat, kann ihn zum Starten kurz entfernen (nicht ohne Luftfilter rasenmähen!). Springt der Rasenmäher ohne Luftfilter sofort an, sollte der Luftfilter gereinigt oder getauscht werden.

4 Tipps zur Fehlersuche bei Benzin-Rasenmähern - Benzin-Zufuhr prüfen, Luftfilter prüfen, Luft in der Leitung, Zündung und Zündkürze

Luft in der Leitung

Benzin im Tank aber nicht im Vergaser? Auch das kommt vor, wenn sich zum Beispiel Luft in der Benzinleitung befindet (oft wenn der Tank leer gefahren wurde). Hier hilft nur wiederholt den Seilzug zu betätigen, bis die Luft heraus ist. Schneller geht es, wenn ein wenig Benzin in den Luftfilter gegeben wird. Durch die Zugabe im Luftfilter wird der Motor kurz anspringen, was in der Regel reicht die Luft aus der Leitung zu bekommen. Kommt dieses Problem öfters vor, die Leitungen auf Dichtheit überprüfen.

Zündung und Zündkerze

Bekommt der Rasenmäher Luft und Benzin und springt trotzdem nicht an, ist nicht selten die Zündung schuld. In erster Linie sind dabei die Zündkerze, das Zündkabel und der Zündkerzenstecker zu prüfen. Dazu einfach die Zündkerze mit dem passendem Schlüssel herausdrehen und das Gewinde gegen Metall vom Rasenmäher halten. Eine zweite Person kann dann den Seilzug betätigen, welcher durch die Magnetzündung auch die Zündspannung erzeugt. Nun sollte der Zündfunke sichtbar von der Mitte der Kerze (Elektrode) zum Rand überspringen.

Fehlt der Funke, ist entweder die Kerze oder die Zündung defekt. Hilft auch ein Kerzenwechsel nichts, ist es die Zündung bzw. auch das Zündkabel oder der Kerzenstecker. Verrußte Kerzen lassen sich bedingt reinigen. Dafür aber keine Drahtbürste nehmen, da durch die entstehenden Riefen die Kerze in Zukunft noch viel schneller verrußen wird. Ein normaler Lappen mit etwas Benzin reicht aus. Übrigens sorgt auch ein schlecht eingestellter Vergaser oder zugesetzter Luftfilter für eine starke Rußbildung auf den Zündkerzen.

Wird ein Benzin-Rasenmäher nicht gewartet, wird er irgendwann streiken. Wer sich damit nicht auskennt, sollte den Benzin-Rasenmäher einmal im Jahr in einer Fachwerkstatt prüfen lassen.

Aufsitzrasenmäher

Für größere Rasenflächen ab 500qm² aufwärts macht sich ein Aufsitzrasenmäher schnell bezahlt. Die Schnittbreite ist deutlich größer als bei anderen Rasenmähern und er mäht auch viel schneller. Im Prinzip gleicht das Rasenmähen dann einer Spazierfahrt durch den Garten. Auch das Volumen der Auffangbehälter ist natürlich viel größer, sodass er seltener entleert werden muss. Die meisten Modelle haben eine praktische Kippfunktion dafür.

Für große Rasenflächen eignet sich ein Aufsitzrasenmäher ideal, bereits ab 500 bis 600qm2 Rasenfläche ist dieser Rasentraktor eine große Arbeitserleichterung

Für schwieriges Gelände gibt es entsprechende Modelle mit Allrad-Antrieb. Viele Aufsitzrasenmäher können mit Zubehör als Schneeräumer dienen oder Kehren. Einige verteilen sogar Streugut gegen Glatteis. Vor dem Kauf genau informieren, welches Zubehör erhältlich bzw. kompatibel ist. Ein Problem kann die Größe eines Aufsitzrasenmähers sein. Es sollte noch genug Platz in der Garage sein oder ein Schuppen zur Verfügung stehen. Oft reicht ein Aufsitzrasenmäher alleine nicht aus, da er zwischen Engstellen nicht fahren kann.

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Tipp: Aufsitzrasenmäher sind relativ teuer. Oft werden sie jedoch gebraucht angeboten, wenn zum Beispiel jemand umzieht oder ein neues Modell kauft. Deshalb kann sich zum Beispiel ein Blick auf ebay Kleinanzeigen lohnen.

Vorteile Aufsitzrasenmäher

  • sehr zeitsparend, besonders auf großen Flächen
  • müheloses Rasenmähen
  • hohes Gras stellt kein Problem dar
  • für unebenes Gelände (oder bei Hanglage) stehen entsprechende Modelle zur Auswahl

Rasenmähroboter

Wir nutzen (mittlerweile) einen Rasenmähroboter für unseren Garten. Deshalb gehen wir an dieser Stelle nicht weiter darauf ein, sondern empfehlen dir unseren ausführlichen Beitrag zum Rasenmähroboter (folgt in Kürze).

Wir nutzen mittlerweile bei uns in Garten (ca. 350 bis 400 qm2) einen Rasenmährroboter und sind damit nach dem ersten Sommer total zufrieden

Generelle Tipps zum Rasenmähen

Ist der Rasen sehr feucht oder sogar nass, entstehen einige Nachteile. Das Gras wird schwerer und fliegt nicht mehr so weit in den Fangkorb. In der Regel verstopft der Fangkorb sehr schnell am Einwurfbereich, während er im hinteren Teil leer bleibt. Es muss also sehr oft mit der Hand nach hinten geschoben werden oder ist häufig zu leeren. Nasses Gras hinterlässt auch schwer zu entfernende Flecken an Händen und Kleidung (Handschuhe benutzen).

Möglichst nicht bei Nässe mähen

Ein nasser Rasen ist schwerer zu mähen, aber manchmal geht es nicht anders. Das Schnittgut wird sich schnell verklumpen, deswegen ist von Mulchen bei nasser Witterung abzusehen. An den Messern kann sich das Gras verkleben oder verklumpen, wo dann der Rasen mehr gerupft als geschnitten wird. Das Ergebnis ist oft unschön und schadet dem Rasen.

Elektro-Rasenmäher haben in der Regel keinen Kontakt zwischen stromführenden Bauteilen und dem nassen Gras. Rasen gibt auch bei trockener Witterung bei einem Schnitt Feuchtigkeit ab. Vorsicht jedoch mit den Steckverbindungen der Stromversorgung! Es sollten nur gegen Feuchtigkeit geschützte Stromkabel und Kupplungen Verwendung finden. Generell unterscheiden sich Stromkabel für den Innen- und Außengebrauch. Für den Außengebrauch muss ein Stromkabel der Schutzart IP 44 entsprechen. Im Regen sollte ein Elektro- oder Akku-Rasenmäher nicht zum Einsatz kommen!

Unterm Strich zeigt sich: Bei Nässe sollte möglichst kein Rasen gemäht werden. Oft muss es aber gar nicht regnen, damit der Rasen nass ist. Besonders morgens ist Rasen sehr häufig nass, da sich noch der Morgentau darin befindet. Besser ist es später am Tag oder im Idealfall erst abends zu mähen. Dann ist er trocken und auch die Sonne verbrennt die feuchten Schnittstellen nicht.

Tipp: Wird der Rasen kurz gehalten, trocknet er viel schneller ab. Hohes Gras trocknet fast gar nicht oder nur sehr langsam. Muss doch hohes nasses Gras gemäht werden, empfiehlt es sich, zweimal zu mähen und jeweils nur die Hälfte der Höhe zu schneiden (Höhenverstellung benutzen).

Feuchter Rasen besitzt noch mehr Nachteile. Zum einen ist er rutschig, was bei Hanglage sehr interessant wird, egal ob rauf oder runter 🙂 Zudem ist ein feuchter Rasenboden weicher. Manchmal wir der Boden so weich, dass die Fußabdrücke einsinken und bleibende Spuren hinterlassen. Ähnlich verhält es sich bei schweren Rasenmähern, besonders Aufsitzrasenmäher.

Scharfe Klingen

Alle Rasenmäher – egal welcher Art – müssen über scharfe Messer verfügen. Bei der Auslieferung sind sie das auch alle, nicht aber mehr nach einiger Zeit. Stumpfe Messer schneiden nicht das Gras, sondern reißen es. Das schadet dem Gras. Deswegen sollten alle ein bis zwei Jahre die Messer im Fachbetrieb geschliffen werden.

Selber schleifen geht auch, aber bringt ein Problem mit sich. Durch die hohen Drehzahlen müssen die Messer genau ausgewuchtet sein. Wer einfach nur daran herumfeilt, wird dann beim Rasenmähen eine starke Vibration des Mähers bemerken. Das lässt sich zwar noch ignorieren, aber die Vibrationen werden auf die Motorlager übertragen und verschleißen diese dann sehr schnell.

Kieselsteine oder Kantensteine zu mähen, sorgt ebenfalls für Macken in den Messern und verursacht genauso eine Unwucht. Besser vorher den Boden absuchen und sich von Beeten und Kantensteinen fernhalten.

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