Da die Kosten beim Hausbau höher waren als zunächst gedacht, haben wir als Terrassenbelag für den Anfang vorhandene Platten genommen. Die waren sowieso noch da, was die Erstellung unserer Terrasse im ersten Schritt deutlich vergünstigt hat. Da der „Garten“ vorher nur aus Bauschutt bestand, war sowieso alles besser als während der Bauphase 😉

Übergangsweise Terrasse mit alten Gehwegplatten gelegt

Nach zwei Jahren Zeit für was Neues

Mittlerweile ist die Terrasse fast zwei Jahre alt und wir überlegen, die Übergangslösung nun hinter uns zu lassen und einen neuen Terrassenbelag zu verlegen. Deshalb haben wir uns mit den unterschiedlichen Materialien beschäftigt und sind am überlegen, was es werden soll. Nachfolgend findest Du eine Übersicht unserer Gedanken 🙂

Terrassenplatten aus Beton

Terrassenplatten aus Beton sind eine langlebige Möglichkeit als TerrassenbelagEine der preisgünstigeren Alternativen für den Terrassenbelag wäre es, erneut Terrassenplatten aus Beton zunehmen. Das robuste, frostsichere und belastbare Material ist für den Außenbereich optimal geeignet. Die jetztigen haben „nur“ das Problem, dass sie unterschiedliche Strukturen haben.

Häufig haben Terrassenplatten allerdings keinen Oberflächenschutz und sollte in diesem Fall nachträglich mit einer Versiegelung oder Imprägnierung versehen werden. Wenn der Oberflächenschutz regelmäßig aufgefrischt wird, werden die Terrassenplatten weniger anfällig für Witterungs- und Umwelteinflüsse sowie resistenter gegen Fleckenbildung, Schmutz- und Moosanhaftungen. Damit wird die Reinigung erheblich erleichtert.

Terrassenplatten aus Beton werden in vielfältigen Formen und unzähligen Farbgebungen angeboten. Die Zeiten als Waschbeton eintönig grau war sind lange vorbei. Durch unterschiedliche Verlegemuster, unterschiedliche Körnungen und verschiedene Oberflächenstrukturen ergeben sich vielseitige Gestaltungsmöglichkeiten.

Terrassenfliesen

Terrassenfliesen stellen aufgrund der Pflegeleichtigkeit und Robustheit einen sehr praktischen Bodenbelag für den Außenbereich dar. Insbesondere für Terrassenbereiche, die nicht überdacht sind, sollten witterungsbeständige Materialien gewählt werden. Natürlich darf auch Frost den Terrassenfliesen nichts anhaben können. Zudem muss der Bodenbelag so robust sein, dass das Material nicht unter dem Gewicht der Terrassenmöbel leidet.

Abhängig von der Verlegetechnik werden Terrassenfliesen in zwei Kategorien unterteilt:

  • Klicksystem-Fliesen
  • Terrassenfliesen auf Stelzen
  • Klassische Fliesen, die mit Fliesenkleber verlegt werden

Terrassenfliesen mit Klicksystem sind einfach und schnell verlegt, zudem lassen sich die Fliesen auch schnell und rückstandslos wieder entfernen. An den Seiten sind Klick-Terrassenfliesen mit Ösen und Haken versehen, womit sich die Fliesen auf dem Boden auf einfache Weise miteinander verbinden lassen. Zwischen den einzelnen Fliesen entstehen schmale Fugen, die den Nässeabfluß begünstigen. Terrassenfliesen mit Klicksystem sind auch in Holzoptik zu bekommen. Diese müssen allerdings in regelmäßigen Abständen mit einem Pflegeöl behandelt werden, um die Lebensdauer zu verlängern.

Wer mit Unebenheiten zu kämpfen hat, sollte sich überlegen, Terrassenfliesen auf Stelzen zu montieren. Damit lassen sich die Unebenheiten nämlich einfach ausgleichen, gleichzeitig bieten Stelzen die Möglichkeit, dass Wasser abgeleitet werden kann.

Terrassenfliesen der klassischen Art bestehen meist aus Stein, Steingut oder Keramik und werden mittels Fliesenkleber mit dem Untergrund verbunden. Die Verlegung ist entsprechend schwieriger. Zudem müssen für die Terrasse Fliesen gewählt werden, die witterungsbeständig sind.

Holz für den Terrassenboden

Die Terrasse mit Holzdielen als Terrassenbelag ist ein absoluter HinguckerBesonders stilvoll, komfortabel und hochwertig zeigen sich Holzdielen für die Terrasse. Die Natürlichkeit des Baustoffes Holz bringt Behaglichkeit und Leben auf die Terrasse und ist bisher unser Favorit. Auch unsere Außentreppe haben wir aus Holz gebaut und sind damit sehr zufrieden. Die Holzbeläge für die Terrasse unterscheiden sich in der Holzart voneinander (vorne haben wir Bankirai), zudem gibt es verschiedene Verlege- bzw. Befestigungsarten für die einzelnen Dielen.

Klassische Unterkonstruktionen und Verschraubungen sind genauso zu finden, wie innovative Klicksysteme. In unserem Fall läge der Charme darin, dass wir unseren aktuellen Terrassenboden weiternutzen könnten und damit schon eine Unterkonstruktion hätten. Die Schönheit der Holzdielen lässt sich mit der entsprechenden Pflege lange erhalten.

Allerdings muss dazu regelmäßig eine hochwertige Holzschutzlasur auf die natürliche Holzmaserung aufgetragen werden, um das Holz vor UV-Strahlung und Witterungseinflüssen zu schützen. Unsicher sind wir aktuell noch, weil das Holz bei Schnee und Regen schnell rutschig wird.

WPC Terrassenbelag

WPC Dielen sind eine Mischung aus Holz und Kunststoff und eine interessante Alternative als TerrassenbelagWPC Kunststoff hat gegenüber Holz den Vorteil, dass das Material sehr pflegeleicht ist, es ist lediglich eine normale Reinigung mit Wasser notwendig und das Einölen entfällt. WPC ist überaus witterungsbeständig, splitterfrei, rutschfest und rissfrei. Allerdings gibt es optisch einige Abstriche zu machen, denn die Natürlichkeit des Holzes fehlt dem WPC. Preisgünstigere Hohlkammervarianten sind zudem weniger stabil als Holz. Daher sollte bei WPC besonders auf Qualitätsware geachtet werden.

Inzwischen gibt es Dielen für eine WPC-Terrasse in vielen verschiedenen Ausführungen auf dem Markt. Die Farbauswahl variiert von einem eleganten Hellgrau bis zu einem satten Dunkelbraun. Grundsätzlich sind WPC-Dielen als Hohlkammer- oder Massivdiele erhältlich. Die Schnittflächen müssen beim Verlegen von Hohlkammerdielen mit Abschlussleisten versehen werden, was bei Massivdielen nicht notwendig ist.

Inspiration für WPC-Terrassen findest Du auch auf Pinterest.

Welches Material soll genutzt werden?

Aktuell wissen wir es noch nicht, tendieren allein wegen der Optik aber zu Holz. Wofür würdest Du dich entscheiden? Hast Du Tipps für uns, worauf man beim Terrassenbelag achten soll? Dann schreib uns gerne in die Kommentare!

3 KOMMENTARE

  1. Wir würden ebenfalls zu Holz tendieren… aber nun ja wir haben ja auch ein verklinkertes Holzhaus ;O) Aber in echt solche Dielen sehen einfach schön aus… Kosten / Nutzen ist aber natürlich so eine Sache… Es ist eben im Gegensatz zu Klinker oder eben auch Beton Terassenplatten nichts für die Ewigkeit… Die legt man hin und solange man sich nicht sattgesehen hat bleiben sie halt liegen… ab und an mal mit dem Kärcher drüber und gut ist… das hat man bei Holzdielen eben nicht, egal für was für ein Holz man sich entscheidet… Aber rein von der Optik liegen die Terasse aus Holz ganz weit vorne…

  2. Wir haben bei unserem jetzigen Haus eine Holzterrasse und sagen uns für das neue Hause: definitiv nicht mehr.
    Sicherlich sieht eine Holzterrasse optisch hübsch aus, aber nur sofern diese gepflegt wird, das heißt im Frühjahr und Herbst
    jeweils mit dem Besen und Wasser (nie mit dem Hochdruckreiniger!!) reinigenen und anschließend mit Öl streichen.
    Das Problem dabei ist: man braucht 2-3 Tage gutes Wetter und darf die Terrasse nicht mehr betreten. Danach
    sieht sie optisch zwar schön aus, aber nur ein paar Wochen. Vergrauen lassen war für uns keine Option da das
    Holz dann auch spröde wird und somit barfuß zu gefährlich. Auch nicht zu unterschätzen ist die Aufheizung bei Sonne.

    Wir werden uns nach derzeitigen Stand wohl für Keramik Platten für die Terrasse entscheiden. Der Reinigungsaufwand ist da
    doch geringer.

    So, damit wird für euch die Entscheidung auch nicht einfacher 😉
    Lg
    Björn

    • Moin Björn,
      einfacher machst Du es uns wirklich nicht 😉
      Danke für deinen Input, man lernt ja immer von anderen Erfahrungen! An das Aufheizen durch die Sonne habe ich beispielsweise noch gar nicht gedacht.
      Gruß
      Christian

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