Terrasse

Terrasse mit Keramikplatten – Übersicht, Kosten, Vor- und Nachteile

Terrasse mit Keramikplatten - Übersicht, Kosten, Vor- und Nachteile von keramischen Terrassenplatten

Keramische Terrassenplatten sind im Fachhandel auch unter dem Begriff „Feinsteinzeug“ erhältlich. Dabei handelt es sich um ein industriell produziertes Material aus Ton und anderen natürliche Rohstoffen.

Für die Herstellung der Keramikfliesen wird das Ausgangsmaterial sehr fein gemahlen, getrocknet und anschließend eingefärbt, ehe es unter hohem Druck zu einem Rohling gepresst wird. Anschließend werden die so entstandenen Keramikplatten bei etwa 1200 °C gebrannt. Dadurch bekommen sie eine sehr harte Oberfläche, die stoß- und kratzfest ist und in den meisten Fällen auch frostbeständig.

Außerdem können Keramikplatten auf der Terrasse problemlos gereinigt werden.

Eigenschaften und Pflege von Keramikplatten

Keramikplatten für die Terrasse sind robust und langlebig. Daher werden die Keramikfliesen auch sehr gerne auf Terrassen verlegt. Die Fliesen sind in unterschiedlichen Farben und Formen erhältlich. Sehr beliebt ist derzeit eine Naturstein- oder Holzoptik.

Dabei sollte man bei der Wahl der keramischen Terrassenplatten aber bestimmte Qualitätsmerkmale beachten. So sind gerade günstige Keramikfliesen nicht immer witterungsbeständig und können leicht durch das Verschieben eines Gartenstuhls beschädigt werden.

Des Weiteren sollten die Keramikfliesen für die Terrasse rutschfest und schmutzabweisend sein. Ist das der Fall, müssen die Platten nur gelegentlich mit etwas warmen Wasser und einem Schrubber gesäubert werden. Stärkere Verschmutzungen, beispielsweise Grillfett oder Getränkeflecken, können meist mit fettlösenden Reinigungsmitteln einfach entfernt werden.

Bauherren Software - POCASIO Hausbau Online-Organizer

Wissenswertes zum Verlegen von Keramikplatten

Keramikplatten für die Terrasse gibt es in vielen Stilen, Optiken und Farben. Von elegant, modern, puristisch oder rustikal ist alles dabei. Damit lassen sie sich optimal in das Design des jeweiligen Außenbereichs integrieren. Beim Verlegen von Keramikfliesen auf der Terrasse müssen aber einige Dinge beachtet werden. So ist ein tragfähiger Untergrund sehr wichtig. Auch dieser muss zudem frostbeständig sein. Dies wird beispielsweise mit einer Betonplatte mit einem zweiprozentigen Gefälle weg von der Hauswand erreicht.

Für den Außenbereich gibt es neben den Feinkeramiken auch noch Spaltplatten im Handel. Diese zählen wie die Terrakotta- und Klinkerfliesen zu den Grobkeramiken. Da sie frostsicher und rutschfest sind, sind sie optimal als Terrassenbelag geeignet. Die Oberfläche hat mehr oder minder starkes Profil, das auch bei Nässe genügend Halt bietet.

Im Vergleich zu Feinkeramikfliesen sind Grobkeramiken solider. Jedoch ist hier die gestalterische Vielfalt eingeschränkt.

Wie viel kosten Keramikplatten für die Terrasse?

Die Kosten der einzelnen Platten hängen von der Beschaffenheit und Ausführung ab. Je mehr Besonderheiten die Wunschplatten haben, sprich extra Formen, Farben oder Beschichtungen, desto teurer werden sie. Generell kosten keramische Terrassenplatten 25 bis 50 Euro pro Quadratmeter.

Doch nicht nur die Kosten der Platten an sich müssen berücksichtigt werden. Sollte man die Keramikfliesen nicht selbst auf der Terrasse verlegen wollen, fallen hierfür zusätzliche Kosten an. Generell wird zwischen 3 Verlegeweisen unterschieden:

  • Die ungebundene Verlegung
  • Die gebundene Verlegung
  • Die Verlegung auf Stelzlagern

Bei der ungebundenen Verlegung werden die Platten in einem Sandbett verlegt. Da hierzu kein Unterbau erforderlich ist, ist dies die kostengünstigste Verlegeweise. Zudem wird das Erdreich nur wenige Zentimeter tief abgetragen. In der Regel entstehen für diese Arbeiten und das Ausbringen eines erforderlichen Sandbetts Kosten von 3 EUR bis 5 EUR pro Quadratmeter. Doch Terrassen mit dieser Bauweise sind kaum belastbar. Zudem sinken die Keramikplatten wegen des fehlenden Fundaments mit der Zeit tiefer in den Boden ein.

Bei der gebundenen Verlegung wird ein verdichteter Unterbau hergestellt. Hierbei entstehen Kosten von 20 EUR bis 30 EUR pro Quadratmeter. Zwar ist diese Verlegung deutlich teurer, dafür aber auch stabiler.

Bei der Verlegung auf Stelzlager kann auf ein verdichtetes Unterbett verzichtet werden. Hierbei werden die keramischen Terrassenplatten auf kreisrunde Stelzen gelegt, die in der Höhe variieren können. So können die Keramikfliesen auch auf unebenen Terrassen verlegt werden. Stelzlager kosten rund 0,50 EUR pro Stück. Doch es gibt auch hochwertige Ausführungen, die dann auch 2 EUR bis 3 EUR pro Stück kosten können. Für die Planung muss man wissen, dass sich jeweils zwei Platten immer ein Lager auf einer Seite teilen.

Um Geld zu sparen, kann die Verlegung, aber auch selbst übernommen werden. Eine ungebundene Verlegung oder Verlegung auf Stelzlagern ist auch für Laien kein Problem. Selbst die gebundene Verlegung ist möglich. Hier ist aber die Herstellung des tragfähigen und gleichmäßig verdichteten Unterbaus sehr arbeitsintensiv.

Verlegearten bei Keramik Terrassenfliesen

Terrassenfliesen aus Keramik können im Splittbett, auf Stelzlagern oder Einkornmörtel verlegt werden. Außerdem können sie auch verklebt werden.

Keramische Terrassenplatten verlegen - Wir zeigen, welche Möglichkeiten des Verlegens es gibt

Verlegung der Keramikfliesen im Splittbett

Bei der Verlegung von Keramikfliesen für die Terrasse in Splitt hat sich eine Körnung von 2 bis 5 Millimetern bewährt. Das Splittbett sollte mindestens 5 Zentimeter dick sein. Zur Fixierung der Fugen ist Plattenfix oder Fugenfix sehr zu empfehlen. Der Splitt muss ein zweiprozentiges Gefälle von der Hauswand weg haben. Damit die Keramikfliesen auf der Terrasse an Ort und Stelle bleiben, sollten diese zudem mit einer Randeinfassung versehen werden.

Vorteile:

  • Schnelle und günstige Verlegung.

Nachteile:

  • Fliesen können bei unsauberer Arbeit aufkippeln.
  • Die Terrasse kann nur leicht beansprucht werden.
  • Fugen müssen extra mit Fugensand verfüllt werden.

Verlegung der Keramikplatten auf Stelzlagern

Keramische Terrassenfliesen können auch auf Stelzlagern verlegt werden. Vor allem bei Dachterrassen ist diese Verlegemethode immer wieder zu beobachten. Generell sollte diese Variante immer dann verwendet werden, wenn der Terrassenaufbau nicht zu schwer werden darf. Das Stelzlager ist stabil genug, um Gartenmöbel und Blumenkübel zu tragen.

Vorteile:

  • Schnelle Verlegung.
  • Platz, um unter den Platten Leitungen zu verlegen.
  • Terrassenplatten können schnell entfernt und erneuert werden.

Nachteile:

  • In die offenen Fugen dringen leicht Wasser und Verschmutzungen ein.
  • Nur für eine leichte Beanspruchung.
  • Beim Begehen können Hohlgeräusch auftreten.

Klassische Verklebung der keramischen Terrassenfliesen

Natürlich können keramische Terrassenfliesen von 2 Zentimeter Fliesenstärke auch auf Beton mit einer Stärke von 15 cm verklebt werden. Der Kleber muss aber kunststoffmodifiziert sein und für den Außeneinsatz und die Anwendung zugelassen sein. Ist dies der Fall, wird er auf den Untergrund und die Fliesenrückseite aufgetragen. Abschließend wird alles mit einem flexiblen Fugenmörtel verfugt.

Bauherren Software - POCASIO Hausbau Online-Organizer

Vorteile:

  • Die keramischen Terrassenfliesen können wegen der festen Verklebung nicht aufspringen oder wandern.
  • Es sind feste Verfugungen möglich.
  • Derart verlegte Keramikfliesen auf der Terrasse sind extrem belastbar (Strandkorb).

Nachteile:

  • Einbau einer Drainagematte ist erforderlich.
  • Die Herstellung der Betonplatte ist aufwendig und teuer.

Verlegung der Keramikfliesen auf Einkorn-/Drainagemörtel

Eine weitere bewährte Verlegeart ist Drainagemörtel als Unterbau. Dabei wird zunächst eine 15 Zentimeter dicke Tragschicht errichtet und verdichtet. Anschließend wird darauf eine 5 bis 7 Zentimeter dicke Schicht Drainagemörtel aufgetragen. Dieser muss erdfeucht sein. Anschließend wird er in der richtigen Höhe abgezogen. Erst danach werden die Keramikplatten auf der gesamten Rückseite mit einer flexiblen Haftschlämme bestrichen und daraufgelegt. Zum Verfugen kann ein Pflasterfugenmörtel oder eine Fliesen-Flexfuge benutzt werden.

Vorteile:

  • So verlegte Keramikfliesen auf der Terrasse sind sehr langlebig.
  • Der Untergrund ist sehr stabil.

Nachteile:

  • Die Verlegung ist sehr teuer und zeitaufwendig.
  • Durch die feste Verklebung sammelt sich mitunter Wasser auf den Platten, das nach dem Verdunsten Schmutzränder zurücklassen kann.

Wie können Keramikfliesen auf einer Terrasse mit Betonuntergrund verlegt werden?

Wie bereits erwähnt, können keramische Terrassenfliesen zwar auch lose im Schotterbett verlegt werden. Doch wegen der geringen Belastbarkeit ist dies weniger zu empfehlen. Besser ist die Verlegung auf einem Untergrund aus Beton.

  1. Zunächst werden die Maße der zu fließenden Fläche bestimmt. Damit kann dann der benötigte Bedarf an Keramikfliesen für die Terrasse berechnet werden.
  2. Anschließend werden mittels Flexkleber Abdichtungs- und Entkopplungsbahnen auf den Betonuntergrund angebracht. Die Entkopplungsbahn ist notwendig, um das unterschiedliche Ausdehnungsverhalten der verbauten Materialien auszugleichen und Risse im Belag zu verhindern. Generell sollte dabei ein Gefälle von rund 2 Prozent, weg von der Hauswand, berücksichtigt werden. Außerdem müssen die Bahnen bündig verlegt werden.
  3. Im nächsten Schritt gilt es, den Fugenverlauf zu überprüfen. Hierzu werden einige keramische Terrassenfliesen ohne Fliesenkleber ausgelegt.
  4. Anschließend wird der Fliesenkleber angerührt. Damit die Masse nicht austrocknet, sollte nur soviel Kleber angerührt werden, wie auch verarbeitet werden kann. Dieser wird nun mit einer Kelle auf die Entkopplungsbahnen gestrichen.
  5. Danach werden die Keramikfliesen in den Kleber gelegt und leicht angedrückt. Die Platten sollten mit einer Fugenbreite von 3 bis 5 Millimeter verlegt werden. Als Abstandsmesser eigenen sich hierzu Fugenkreuze.
  6. Vor dem Verfugen muss der Fliesenkleber nun 48 Stunden austrocknen.
  7. Für das Verfugen müssen die Keramikfliesen auf der Terrasse erst gereinigt werden. Dann werden die Fliesenzwischenräume mit Fugenmasse aufgefüllt. Hierzu wird die Masse diagonal mit einem Gummibrett aufgetragen. Anschließend werden die Fliesen erneut gründlich gereinigt. Erst wenn das Fugenmaterial gänzlich ausgehärtet ist, kann die Terrasse betreten werden.

Keramikfliese Terrasse verlegen - Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, wie man Keramikplatten auf einer Terrasse verlegt

Terrasse mit Keramikfliesen richtig reinigen

Auch geflieste Terrassen müssen hin und wieder gereinigt werden. Hierzu sind in der Regel lauwarmes Wasser und etwas Keramikreiniger oder Essig sowie ein Schrubber ausreichend. Hartnäckige Verschmutzungen in den Ecken und Fugen lassen sich mit einer Zahnbürste entfernen.

Nachdem der ganze Belag abgeschrubbt wurde, kann der Boden noch mit einem extra weichen Poliertuch zum Glänzen gebracht werden.

Fazit zur Terrasse mit Keramikfliesen

Keramikfliesen als Bodenbelag für die Terrasse sind teurer als Betonstein. Wegen ihres geringen Gewichts können sie auch auf weniger tragfähigen Untergründen ausgelegt werden, wodurch Kosten eingespart werden können. Jedoch besteht dann die Gefahr des Aufkippelns.

Keramische Terrassenfliesen sind nicht nur wegen ihrer hohen Witterungsbeständigkeit sehr beliebt. Es gibt sie auch in zahlreichen unterschiedlichen Formen und Farben. Selbst Terrassenplatten in Holzoptik sind inzwischen im Handel erhältlich.

Wir – ein junges Paar Anfang 30 aus Hamburg – hatten die Idee von der überteuerten Mietwohnung in Hamburg auf Eigentum umzusteigen. Auf unserem Blog schreiben wir seit dem über unsere Erfahrungen mit dem Hausbau und dem Leben im Einfamilienhaus mit Garten. Christian ist dabei eher für organisatorische Dinge und das "Grobe" verantwortlich, sowohl im Haus, als auch im Garten. Lene kümmert sich dabei um die Innenausstattung, Deko, Pflanzen und alles, was wir zum Wohlfühlen so brauchen :-)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.