Terrasse

Terrasse mit Betonstein gestalten – Übersicht, Kosten, Vor- und Nachteile

Terrasse Betonstein - Betonsteine für Terrasse überzeugen durch Robustheit, Frostsicherheit, Belastbarkeit und Langlebigkeit

Neben den bereits erwähnten Pflasterklinker und Natursteinplatten als Terrassenbelag, gibt es auch die Möglichkeit, darauf Betonsteinplatten zu verlegen. Trotz des höheren Gewichts sind diese günstiger als Pflasterklinker und Naturstein.

Zudem überzeugt Betonstein auf der Terrasse durch seine Robustheit, Frostsicherheit, Belastbarkeit und Langlebigkeit.

Vorteile von Betonplatten auf der Terrasse

Im Handel sind sowohl versiegelte oder imprägnierte Platten erhältlich. Aber auch solche, ohne irgendeinen Wetterschutz. In diesem Fall kann die Imprägnierung von einer Fachfirma nachträglich vorgenommen werden. Mit der Imprägnierschicht wird der Terrassenbelag nicht nur witterungsbeständig, sondern ist auch vor Flecken geschützt. Für die Reinigung der Platten ist lediglich ein pH-neutrales Reinigungsmittel erforderlich.

Wer bei Betonplatten nur an tristes Einheitsgrau denkt, der wird überrascht sein. Es gibt Betonsteine für die Terrasse in vielen unterschiedlichen Farben, Formen und Strukturen. So können auch mit Betonstein ansprechende Muster auf der Terrasse verlegt werden. Es gibt inzwischen sogar Platten, deren Oberflächen optisch an Holz erinnern.

Ein weiterer, entscheidender Vorteil der Platten ist ihre Frostbeständigkeit. Da sie zudem auf einer Sandzementmischung verlegt werden, sorgt diese wie eine natürliche Drainage für den beständigen Wasserablauf. Dem robusten Material kann auch der stärkste Frost nichts anhaben. Für ein harmonisches Bild können die Betonplatten nicht nur auf der Terrasse verlegt werden. Die Platten können auch als Randsteine oder Gartenwege eingesetzt werden.

Nachteile von Betonplatten auf der Terrasse

Im Laufe der Jahre lässt die Imprägnierschicht der Betonplatten nach. Wegen ihrer porösen Beschaffenheit neigen die Platten dann zu Verschmutzungen. Aus diesem Grund ist eine regelmäßige Neuversiegelung unabdingbar. Zudem kann Laub bei manchen Materialien unschöne Flecken verursachen. Dies sollte man unbedingt beachten, wenn die Terrasse unter großen Bäumen steht.

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Außerdem verträgt Betonstein kein Streusalz. Daher sollten bei unüberdachten Terrassen nur Betonplatten mit einer hohen Rutschfestigkeit verlegt werden. Zudem bieten die Ritzen zwischen den Platten viel Platz für Ameisen und Unkraut. Dagegen hilft das Einschlämmen des Fugensandes. Doch auch dies hält nicht ewig.

Und zu guter Letzt kann auch das hohe Gewicht zum Problem werden. Dadurch ist nämlich unbedingt ein stabiler Unterbau erforderlich. Doch dieser kostet zusätzlich Geld. Je nach Form und Größe kann dann die ganze Terrasse teurer kommen als bei einem anderen Belag.

Wie viel kosten Betonsteine für die Terrasse?

Die Kosten der einzelnen Platten hängen von der Beschaffenheit und Ausführung ab. Je mehr Besonderheiten die Wunschplatten haben, sprich extra Formen, Farben oder Beschichtungen, desto teurer werden sie. Wem aber ein einfaches Modell als Terrassenbelag gefällt, muss mit einem Quadratmeterpreis von rund 12 Euro rechnen.

Je nach Größe und Materialzusammensetzung, beispielsweise bei Betonsteinen mit Muschelkalk, liegen die Kosten aber auch bei etwa 80 Euro pro Quadratmeter. In der Regel ist Betonstein für die Terrasse in den herkömmlichen Standardgrößen erhältlich, welche sind:

  • 40 x 40 cm
  • 50 x 50 cm
  • 40 x 60 cm
  • 30 x 60 cm

Die Plattendicke liegt etwa zwischen 4 bis 5 Zentimeter.

Wie wird Betonstein auf der Terrasse verlegt?

Eine Terrasse mit Betonstein ist nur möglich, wenn hierzu eine tragbare Unterkonstruktion errichtet wird. Sollte bereits eine Terrasse vorhanden sein, muss der Unterbau auf seine Tragfähigkeit überprüft werden und gegebenenfalls erneuert werden. Dadurch entstehen aber zusätzliche Kosten.

Soll die Terrasse nicht auf einer Betonplatte oder Holzkonstruktion errichtet werden, muss das Erdreich entsprechend vorbereiten werden.

Terrasse mit Betonstein gestalten - Übersicht, Kosten, Vor- und Nachteile

Terrassen mit Betonstein im Splittbett

So geht man vor:

  1. Den ersten Schritt zur neuen Terrasse ist das Abstecken der Größe und Form. Dafür kann man einfach Holzpfähle und eine Schnur verwenden.
  2. Anschließend wird das Erdreich circa 30 Zentimeter tief abgetragen. Allgemein ergibt sich die entsprechende Tiefe aus folgenden Maßen: Steinhöhe + Verlegebett + Unterbau.
  3. Der freigelegte Untergrund muss mit einer Rüttelplatte ordentlich verdichtet werden. Sinnvoll ist es, bereits bei diesem Arbeitsschritt ein Gefälle von maximal 2 Prozent vom Haus weg einzuarbeiten. Somit muss danach keine Drainage gelegt werden und es können weitere Kosten gespart werden.
  4. Eine Terrasse mit Betonstein braucht grundsätzlich eine stabile Randeinfassung, um die Ränder vor dem Verrutschen zu sichern. Welche Randeinfassung die richtige ist, hängt vom Untergrund, der Belaggröße und Beanspruchung ab. Für wenig belastete Bereiche, wie beispielsweise Gehwege, ist eine Beton-Rückenstütze ausreichend. Diese muss mindestens zehn Zentimeter unter die Oberkante des Pflasterbetts reichen. Bei einer mittleren Belastung, wie das bei einer Terrasse in der Regel der Fall ist, sollte zusätzlich eine Läuferreihe in den Beton gelegt werden. Diese muss ebenfalls wenigstens zehn Zentimeter dick sein. Für die Rückenstütze kann ein einfacher Fertigbeton (B 15, Körnung 0-32, Konsistenz steif) verwendet werden.
  5. Nach dem Errichten der Randeinfassung wird nun auf das bereits verdichtete Erdreich Kies oder Schotter verteilt. Die Tragschicht beträgt bei lehmigen Böden mindestens 30 bis 40 Zentimeter. Bei sandigen Böden sind 20 bis 30 Zentimeter ausreichend. Generell gilt: Ein Unterbau von 30 Zentimeter Dicke ist frostsicher und befahrbar. Wird die Terrasse nicht allzu stark belastet, genügt auch eine dünnere Schicht. Generell wird dafür Schotter oder Kies mit einer Körnung von 32 bis 45 Millimeter verwendet werden. Auch diese Tragschicht muss verdichtet werden. Ebenfalls nicht zu vergessen ist das Gefälle weg von der Hauswand.
  6. Nun muss das Verlegebett für den späteren Terrassenbelag aus Betonsteinpflaster geschaffen werden. Hierfür wird feiner Splitt oder sogar Sand mit einer Körnung von 2 bis 5 Millimeter verwendet. Die Schicht sollte rund 5 Zentimeter dick sein.
  7. Anschließend werden in gleichmäßigen Abständen Holzlatten (Lehren) in das Pflasterbett gelegt. Die Sandfläche über den Latten wird nun mit einem längeren Brett exakt abgezogen. Die Sandfläche darf nicht verdichtet werden. Dies erfolgt erst nach dem Verlegen der Betonsteine auf der Terrasse.
  8. Sobald der Untergrund fertiggestellt ist, werden die ersten Betonsteine für die Terrasse verlegt. Hierzu beginnt man am besten an der Hauswand. Von dort kann man dann „über Kopf“ die Betonsteine in das Pflasterbett legen. Dabei sollte die Fugenbreite 3 bis 5 Millimeter betragen. Zudem muss eine etwas größere Dehnungsfuge zur Hauswand berücksichtigt werden. Mit einer Wasserwaage muss immer wieder die ebenmäßige Lage der Betonsteinplatten überprüft werden. Mit einem Gummihammer können die Platten entsprechend tiefer geklopft werden.
  9. Wurde die Terrasse vollständig mit den Betonsteinen ausgelegt, muss das Pflasterbett verdichtet werden. Hierzu eignet sich am besten eine Rüttelplatte mit Kunststoffschürze.
  10. Im letzten Schritt wird Sand oder Feinsplit auf der ganzen Terrasse ausgebracht und in die Fugen gefegt. Mit Wasser kann der Fugensand zusätzlich eingeschlämmt werden. In manchen Fällen muss nach dem Einschlämmen nochmals Fugensand eingearbeitet werden.

Wurde für die Terrasse eine Bodenplatte betoniert, muss darauf ein Estrich mit entsprechendem Gefälle aufgetragen werden. Anschließend können die Betonsteinplatten auf ein Mörtelbett verlegt werden. Dafür eignet sich ein fertig gemischter Dickbett-Klebemörtel

Terrasse aus Betonstein richtig reinigen

Vor allem nach den Wintermonaten oder längeren Regenperioden kann es passieren, dass sich auf dem Betonstein der Terrasse Algen oder Moos ablagern. Dies ist vor allem dann der Fall, wenn die Imprägnierschicht der Platten schon in die Jahre gekommen ist oder wenn die verlegten Betonsteine generell nicht imprägniert sind. Gerade bei Nässe kann so aber eine gefährliche Schmierschicht entstehen. Aus diesem Grund ist spätestens dann eine Reinigung der Betonsteine der Terrasse zwingend erforderlich.

Für die Reinigung können mechanische, aber auch chemische Hilfsmittel verwendet werden. Zum Schutz des Terrassenbelags sollte man aber bei der Wahl des Reinigungsmittels immer darauf achten, dass es auch für das jeweiligen Material geeignet ist. Im Zweifelsfall kann man es auch an einer unauffälligen Stelle testen.

Bevor mit der eigentlichen Reinigung der Betonsteine der Terrasse begonnen werden kann, sollten mit einem Fugenkratzer dieselbiegen von grobem Schmutz und Unkraut gereinigt werden.

Anschließend muss die Terrasse nochmals gründlich abgekehrt werden. Denn vergessene Pflanzenreste könnten den Bodenbelag sonst möglicherweise verfärben. Danach kann die Terrasse mit einem Schrubber, warmen Wasser und einem einfachen Reinigungsmittel, beispielsweise Schmierseife, abgeschrubbt werden. Hierzu wird die Seife im lauwarmen Wasser aufgelöst und der Terrassenbelag damit gründlich „eingeseift“. Danach muss die Mischung für rund 20 Minuten einwirken.

Anschließend wir das Betonsteinpflaster der Terrasse kräftig abgeschrubbt und mit klarem Wasser abgespült. Hartnäckige Verschmutzungen lassen sich mit dem Hochdruckreiniger entfernen. Wird dieser ohne Aufsatz verwendet, sollte der Abstand der Sprühdüse zur Terrasse immer mindestens 30 cm betragen, um das Material nicht zu sehr zu beanspruchen. Nach der Reinigung sollte neuer Fugensand in die noch feuchten Fugen eingekehrt werden.

Jedoch darf man eine Sache nicht außer Acht lassen: Je intensiver die Betonsteine auf der Terrasse gereinigt werden, sei es mit einem aggressiven Reinigungsmittel gegen Kalk und Moos oder dem Hochdruckreiniger, desto stärker wird die Versiegelung beschädigt. Daher muss gerade in diesen Fällen die Schutzschicht erneuert werden. Ohnehin ist dies alle 10 Jahre zu empfehlen.

Dafür wird das entsprechende Imprägniermittel in eine Lackschale gegeben. Da die Versiegelungsflüssigkeit sehr dünnflüssig ist, sind hier keine großen Mengen nötig. Anschließend wird das Mittel in einer gleichmäßigen, dünnen Schicht mit einem Farbroller auf die Betonsteine der Terrasse aufgetragen. Je nach Hersteller ist eine Wiederholung des Vorgangs erforderlich.

Fazit – Terrasse mit Betonsteinen gestalten

Betonstein als Bodenbelag für die Terrasse ist sehr kostengünstig. Dank der vielfältigen Formen und Farben muss man sich heutzutage auch nicht mehr mit einem tristen Einheitsgrau begnügen. Jedoch ist wegen der schweren Platten ein stabiler Untergrund unabdingbar. Mitunter kann aber die Errichtung des Unterbaus mit den Betonsteinplatten sehr teuer werden.

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Generell sind Terrassen mit Betonsteinpflaster sehr pflegeleicht, witterungsbeständig und langlebig. Doch auch dieser Belag muss immer wieder gereinigt und versiegelt werden. Wird dies aber regelmäßig gemacht, kann die Terrasse mit Betonstein jahrelang halten.

Wir – ein junges Paar Anfang 30 aus Hamburg – hatten die Idee von der überteuerten Mietwohnung in Hamburg auf Eigentum umzusteigen. Auf unserem Blog schreiben wir seit dem über unsere Erfahrungen mit dem Hausbau und dem Leben im Einfamilienhaus mit Garten. Christian ist dabei eher für organisatorische Dinge und das "Grobe" verantwortlich, sowohl im Haus, als auch im Garten. Lene kümmert sich dabei um die Innenausstattung, Deko, Pflanzen und alles, was wir zum Wohlfühlen so brauchen :-)

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