Auf unserem Hausbau Blog stellen wir in einer Artikelserie die bekanntesten und beliebtesten Dachformen bzw. Dacharten vor.

Scheddach - Vorteile, Nachteile und WissenswertesWas zeichnet dieses Dach aus?

Das Scheddach wird auch als Sägezahndach bezeichnet und diese Bezeichnung charakterisiert die Gestalt des Daches am besten. Es besteht aus mehreren Pultdächern hintereinander, welche oftmals auch Reiter genannt werden. Jedes dieser Pulte hat eine schräge und eine senkrechte Fläche, wobei die schräge Fläche die eigentliche Dachfläche ist. Die Senkrechte besteht zum Großteil aus Fenstern.

Was sind Vor- und Nachteile des Sägezähnendach?

Diese Dachform hat drei wesentliche Vorzüge. Einer besteht in den angenehmen und natürlichen Lichtverhältnissen, die in den darunter liegenden Räumen vorherrschen: Alles ist hell ausgeleuchtet, ohne Schlagschatten zu werfen, und trotzdem blendfrei. Das wird durch die meistens nach Norden weisenden Fensterflächen erreicht. Über diese Fensterflächen ist eine effektive Belüftung der Räume möglich. Außerdem ist die Bauweise aufgrund der Form sehr stabil und trotzdem relativ leicht, so dass auf besondere Stützmaßnahmen verzichtet werden kann.

Der wesentliche Nachteil dieser Dachkonstruktion liegt in deren Wartungsintensität. Es kann bereits nach wenigen Jahren zu undichten Stellen führen, besonders dort, wo die verschiedenen Materialen an den Rändern aufeinandertreffen. Inzwischen sind jedoch Flüssigkunststoffe zur Abdichtung sowie Profilplatten verfügbar, mit denen sich ein wirkungsvoller Schutz vor schlechten Witterungsbedingungen erzielen lässt. Es empfiehlt sich, die schrägen Dachflächen mit einer zusätzlichen Wärmedämmung zu versehen. Das bewirkt eine Verbesserung der Energieeffizienz des Gebäudes. Das spielt besonders bei Neubauten, die mit einem derartigen Dach ausgestattet werden, eine Rolle.

Das Scheddach - auch Sägezahndach genannt - ist vor allem bei Fabriken und kleinen Gebäuden häufig zu findenHaustyp, Dachneigung und Co. – Wissenswertes zum Scheddach

Diese Konstruktion stammt etwa aus der Mitte des 19. Jahrhunderts und wurde vor allem für Fabrikhallen in der Zeit der frühen englischen Industrialisierung verwendet, denn dort wurden große und mit relativ wenig Aufwand hell ausgeleuchtete Räume benötigt. Daher stammt auch der Name: Scheddach ist eingedeutscht und vom englischen Wort „shed“ für Schuppen oder Baracke abgeleitet.

Diese Dachform ist auch für kleinere Gebäude geeignet, vor allem wenn großer Wert auf lichtdurchflutete Räume gelegt wird. Sofern dabei die Blendfreiheit keine entscheidende Rolle spielt, können die Fensterflächen auch abweichend von der klassischen Bauweise zu einer anderen Himmelsrichtung als nach Norden hin ausgerichtet werden. Außerdem ist es möglich, in den Seiten der einzelnen Reiter des Scheddaches zusätzliche Oberlichter anzubringen. Dadurch entsteht noch mehr Licht, vor allem in der Mitte des Raumes.

Informationen rund um das Sheddach & Sägezahndach

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