Gartengeräte Unsere Erfahrungs- und Testberichte

Rasentrimmer als sinnvolle Gartenhelfer – Tipps & Erfahrungen

Rasentrimmer als sinnvolle Gartenhelfer, in unserem Fall beim Hochbeet und Gartenhaus - Unsere Tipps & Erfahrungen

Rasenmäher oder Mähroboter sind „perfekte“ Geräte, um Rasenflächen kurz zu halten. „Perfekt“ arbeiten sie dabei jedoch nur dann, wenn sie auch überall die Grashalme erreichen können. Das ist in der Regel eher die Ausnahme, da fast immer irgendetwas auf oder neben dem Rasen das verhindert. Schon eine aufgestellte Schaukel auf der Rasenfläche sorgt dafür, dass Halme stehen bleiben werden.

Genauso verhält es sich mit erhöhten Kantensteinen, Wänden oder Mauern direkt an der Rasenfläche – oder wie in unserem Fall mit dem Hochbeet. Hier bekommt der Rasentrimmer seine Hauptaufgabe, die „Versäumnisse“ der anderen Mähgeräte auszubügeln. Es gibt aber auch noch andere Einsatzzwecken, auf die wir später noch eingehen werden.

Wie funktioniert ein Rasentrimmer?

Ein Rasentrimmer ist ein motorbetriebenes Handgerät, an dessen Kopf eine Fadenspule mit einem Nylonfaden angebracht ist (deshalb häufig auch Fadenschneider genannt). Einige Modelle ermöglichen auch einen Austausch der Fadenspule gegen Klingen, was aber eher bei den größeren artverwandten Freischneidern oder Motorsensen zu finden ist. Wer noch keinen Rasentrimmer gesehen hat, unter Nylonfaden ist eigentlich eine Nylonschnur mit über 1 mm Durchmesser zu verstehen. Der von uns genutzte Rasentrimmer Gardena ComfortCut 450/25 zum Beispiel, besitzt schon eine etwas dickere Nylonschnur mit 1,6 mm Durchmesser.

Durch den Motor (Elektro oder Benzin), wird die Fadenspule in eine hohe Umdrehungszahl versetzt und schlägt mit dem Nylonfaden die Grashalme ab. Im Gegensatz zu Rasenmähern oder Mährobotern ist das Schneidwerkzeug nicht vollkommen vom Gehäuse umrandet, was ja auch die Ursache für stehengebliebene Halme ist. Der Fadenkopf des Rasentrimmers ist nur in Richtung des Benutzers zu einem geringen Teil eingeschlossen. Zur Schneidrichtung ist er offen, wodurch sich bis dicht an Hindernisse herangearbeitet werden kann. Bei Kontakt damit, reißt der Faden jedoch sehr schnell ab.

Bei uns bleiben am Hochbeet noch Grashalme stehen, die der Rasenmähroboter nicht erwischt

Einige Tipps im Umgang mit Rasentrimmer

Durch die hohe Umdrehungszahl werden vom Schneidfaden auch kleine Steine, Kies oder Split sowie kleine Äste mitgerissen und fortgeschleudert. Deswegen raten wir bei allen Arbeiten zu einer Schutzbrille und bei Arbeiten im Gelände zu weiterer Schutzkleidung.

Kinder und Haustiere sollten beim Arbeiten nicht dabeistehen. Ein abgerissener Faden kann Geschwindigkeiten bis 500 km/h erreichen. Deswegen raten wir auch davon ab, Kabel oder andere drahthaltigen Schneidfäden zu benutzen.

Vorsicht bei Gestrüpp oder hohem Gras, hier können sich kleine Tiere wie Igel, Frösche, Jungvögel oder Mäuse verstecken, welche aus Angst nicht weglaufen. Vor dem Arbeiten sollten zudem Steine oder Aststücke entfernt werden.

Einen Elektro-Rasentrimmer bitte nicht bei Regen verwenden. Feuchtes Gras dagegen stellt kein Problem dar, besser lässt sich jedoch trockenes Gras schneiden. Modelle mit Benzinmotor können auch im Regen genutzt werden. Dann verschmutzen sie jedoch die Gehwege und auch an Wänden bleiben das Gras und die Erde haften.

Wird der Faden gewechselt, Benzinmodelle ausschalten und Elektromodelle vom Stromnetz trennen. Einige Benzinmodelle setzen mit dem Kunststofftank auf dem Boden auf, wenn sie hingelegt werden. Läuft dann noch der Motor, bewegt sich das Gerät langsam durch die Vibration über den Boden. Der Tank wird mit der Zeit durchgescheuert und undicht. Zudem kann der Rasentrimmer durch die Bewegung vom Tisch oder einer Ladefläche zu Boden fallen. Also den Motor immer vorher ausschalten!

Bei Arbeiten am Hang unbedingt rutschfestes Schuhwerk anziehen. Oft ist die untere Schicht des Bewuchses sehr feucht und rutschig. Bei Modellen mit Benzinmotor die erlaubten Arbeitszeiten beachten (Lärmschutzverordnung), welche regional sehr unterschiedlich sein können. Zudem empfehlen wir dann auch einen Gehörschutz zu benutzen.

Mit einem Rasentrimmer erreicht man auch die Grashalme, die vom Rasenmäher oder dem Mähroboter nicht erreicht werden - Eine Übersicht verschiedener Arten

Die unterschiedlichen Arten der Rasentrimmer

Rasentrimmer unterschieden sich maßgeblich durch ihre Antriebsarten. Zur Auswahl stehen Rasentrimmer für den Stromanschluss, Akku-Modelle und Rasentrimmer mit Verbrennungsmotor. Alle haben gewisse Vor- wie auch Nachteile. Es kommt auf die Einsatzbedingungen an und welche Antriebsart dazu am besten passt.

Elektro-Rasentrimmer mit Stromkabel

Wir möchten mit den Rasentrimmer für Stromanschluss beginnen, da unser Rasentrimmer Gardena ComfortCut 450/25 ein Modell mit Stromanschlusskabel ist. Solche Rasentrimmer haben ein geringeres Gewicht, mehr Leistung als Akku-Modelle und sind allzeit einsatzbereit. Voraussetzung ist dabei natürlich, an allen benötigten Einsatzstellen auch über Strom zu verfügen. Bei uns reicht dazu ein Stromverlängerungskabel aus, da wir hauptsächlich nur um das Gartenhaus und das Hochbeet mit dem Rasentrimmer nacharbeiten müssen.

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Wer Einsatzstellen weit ab der Steckdosen bearbeiten will, ist vielleicht mit einem der beiden anderen Arten der Rasentrimmer besser beraten. Zum Beispiel kosten 30 Meter Verlängerungskabel für den Außeneinsatz (mindestens die Schutzklasse IP44) schnell zwischen 40 und 60 €, was dann oft teurer als der Rasentrimmer selbst ist.

Die Vorteile dieser Rasentrimmer mit Stromanschluss sind folgende:

  • günstiger Preis
  • geringes Gewicht
  • leiser als Modelle mit Verbrennungsmotor
  • sofort einsatzbereit (kein Akku laden oder Benzinvorrat nötig)

Als Nachteil ist die Abhängigkeit zu Stromquellen zu sehen und dass natürlich auch immer ein Kabel hinterhergezogen wird. Die Gefahr (wie bei elektrischen Heckenscheren) das Kabel unbeabsichtigt zu kappen, ist bei Rasentrimmern mit normalem Nylonfaden nicht zu befürchten. Es gibt aber auch besondere Nylonfäden mit eingearbeiteten Metalldraht, welche durchaus ein Stromkabel beschädigen können.

Wer schon einen Elektrorasenmäher besitzt, hat mit Sicherheit auch dafür ein entsprechend langes Stromverlängerungskabel. So bietet sich auch diese Variante für Rasentrimmer an, sofern nicht noch andere Arbeiten abseits der Mähfläche anfallen. Grashalme wachsen sehr häufig als Unkraut auch durch Bodendecker, wo ein Rasentrimmer im Gegensatz zum Rasenmäher ebenfalls hilfreich ist.

Mit unserem Gerdena Rasentrimmer entfernen wir die Grashalme, die nach dem Rasen mähnen noch stehen geblieben sind

Elektro-Rasentrimmer mit Akku

Stellt das Stromkabel oder ein benötigter Stromanschluss ein Problem dar, wäre ein Modell mit Akkus die nächste Wahl. Obwohl Akku-Rasentrimmer ebenfalls einen Elektromotor benutzen, ergeben sich jedoch einige Unterschiede. Um lange Laufzeiten zu ermöglichen, werden besondere stromsparende Elektromotoren verwendet. Das kann sich in der Leistung bemerkbar machen. Dadurch sind diese Modelle jedoch noch ein wenig leiser, als die es bei den Rasentrimmern mit Stromkabel der Fall ist. Bedingt durch den Akku steigt das Gewicht etwas an. Im Gegensatz zu Akku-Heckenscheren reichen die Laufzeiten der Akkus meistens aus, da sich zum Beispiel Rasenkanten viel schneller als eine ganze Hecke scheiden lassen.

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Einmal vom Preis abgesehen, bieten aber stärkere Akkus Vorteile. Ein Akku mit geringerer Kapazität ist schneller leer, das ist soweit klar. Aber die Leistung von Akkus lässt schon nach, bevor sie ganz leer sind. Die Spannung sinkt und der Elektromotor verringert dadurch seine Drehzahl. Drehzahl ist aber für Rasentrimmer sehr wichtig, da sie in Wirklichkeit die Grashalme nicht schneiden, sondern mit hoher Geschwindigkeit abschlagen. Eine Ausnahme dazu stellen die sogenannten Schneidfäden mit anderen Formen, als die runden Nylonfäden dar. Umso langsamer der Faden die Halme trifft, umso ausgefranster sieht das Ergebnis nachher aus. Krankheitserregern wird dadurch mehr Angriffsfläche geboten.

Die Vorteile der Akku-Rasentrimmer sind folgende:

  • überall einsetzbar ohne einen Stromanschluss oder ein Verlängerungskabel zu benötigen
  • sie sind die leisesten Vertreter der Rasentrimmer

Als einzig großer Nachteil ist die begrenzte Laufzeit bei Akku-Rasentrimmer zu sehen. Wer also viel mit einem Rasentrimmer zu bearbeiten hat, muss schon sehr genau Arbeitszeit mit Akku-Laufzeit vergleichen. Für größere Flächen als nur Kantenstreifen, zum Beispiel wenn auch noch ein steiler Hang bearbeitet werden soll, sind sie eher ungeeignet.

Akkus sind übrigens keine einmalige Anschaffung, sondern können schon nach ein bis zwei Jahren „erschöpft“ sein. Sie lassen nur eine begrenzte Anzahl von Lade- und Entladevorgänge zu, welche als Ladezyklen bezeichnet werden. Erste Zeichen für einen bevorstehenden Akku-Neukauf sind nachlassende Laufzeiten, obwohl der Akku vollgeladen wurde. Die Kapazität sinkt also und ab 80% der normalen Laufzeit ist ein Austausch angeraten.

Rasentrimmer mit Benzinmotor (sind meistens Freischneider)

Für den Privatgarten eher unüblich, sind die lauten Rasentrimmer mit Verbrennungsmotor. Sie sind die beste Wahl, wenn kein Stromanschluss in der Nähe ist, aber lange Arbeitszeiten gefordert werden. Sie besitzen auch die meiste Leistung, sodass sie auch für andere Schneidwerkzeuge als Nylonfäden sehr gut geeignet sind. Durch Klingen anstelle der Nylonfäden können sie auch mit grobem Unkraut fertig werden.

Unterschied zwischen Rasentrimmer zu Freihandschneider und Motorsense

Die Bezeichnungen Rasentrimmer, Freihandschneider oder Motorsense werden häufig für ein Gerät gemeinsam genutzt, da sich praktisch mit allen diesen Gartengeräten auch der Rasen trimmen lässt. Grundsätzlich eignet sich aber ein echter Rasentrimmer weniger für andere Einsatzzwecke. Hauptsächlich sind Rasentrimmer nur in der Elektro- oder Akkuvariante erhältlich, welche auch eine relativ kurze Bauform ermöglicht. Ein Haltegriff befindet sich am oberen Ende des Rasentrimmers und es gibt einen vorgelagerten Führungsgriff.

Motorsensen sind längere Geräte, welche es hauptsächlich mit einem Verbrennungsmotor angetrieben werden. Der Verbrennungsmotor ist deutlich schwerer als ein kleiner Elektromotor, sodass ein Schultergurt das Gewicht der Motorsense auffängt. Ungefähr im oberen Drittel befinden sich zwei Führungsgriffe.

Freischneider ähneln sehr den Motorsensen, besitzen jedoch stärkere Benzinmotoren und ermöglichen eine größere Auswahl an Schneidwerkzeugen als Motorsensen oder Rasentrimmer. Die Grenzen zwischen Motorsense und Freischneider sind jedoch fließend, sodass die Hersteller beide Begriffe verwenden. Freischneider werden vorwiegend wegen ihrer Vielseitigkeit in gewerblichen Landschafts- und Gartenbaubetrieben verwendet. Sie können je nach Schneidwerkzeug auch Sträucher und Dickicht schneiden.

Unser Gardena Rasentrimmer ist perfekt, um die Grashalme am Hochbeet und am Gartenhaus zu entfernen

Rasentrimmer mit Schneidfaden oder Messer

Wer nur Grashalme an Kanten oder unzugänglichen Stellen beseitigen will, kommt mit einem Rasentrimmer mit Schneidfaden aus. Mit zunehmender Dicke des Schneidfadens werden auch dickere Halme von Unkräutern noch gekappt. Bei Hölzern versagen jedoch die meisten Schneidfäden, zum Beispiel dann, wenn ein Strauch getroffen wird. Je nach Schneidfaden kann der Faden auch Kantensteine oder Mauern berühren, ohne nennenswerte Beschädigungen zu hinterlassen. Allerdings wird der Faden dadurch sehr schnell reißen.

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Für hartnäckiges Unkraut bis zu kleinen Gehölzen zeigt sich das Messer im Vorteil. Der Nachteil ist jedoch, dass sich von harten Kantensteinen oder Mauern fernzuhalten ist. Schlägt das Messer gegen harten Stein, kann die Klinge abbrechen und auch den Kantenstein oder die Mauer beschädigen. Selbst wenn die Klinge nicht bricht, wird sie dadurch sehr schnell stumpf. Wer mit Messern arbeiten will, findet bei den Freischneider und Motorsensen mit Benzinmotoren eine große Auswahl vor. Um die Messer noch kraftvoll drehen zu können, sind die meisten Elektromotoren zu schwach.

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Nicht jeder Rasentrimmer kann aufgrund seiner Leistung auch ein Messer antreiben. Modelle mit Messer jedoch auch einen Schneidfaden. Für welches Modell sich letztendlich entschieden wird, ist von dem geplanten Verwendungszweck abhängig.

Einsatzzwecke Schneidfaden

Grundsätzlich eignet sich ein Schneidfaden für Grashalme gut. Die Dicke des Schneidfadens und Kraft des Motors bestimmen, wie dick die Halme bzw. Unkrautstängel sein dürfen.

Tipp
Die Dicke des Schneidfadens ist vom Hersteller vorgegeben und lässt sich nicht einfach verändern. Denn ein dickerer Schneidfaden benötigt auch mehr Kraft des Motors. Wird der vorgegebene Schneidfaden einfach durch einen dickeren ersetzt, sinkt die Motordrehzahl. Das Mähergebnis wird schlechter und die Grashalme sehen zerfetzter aus. Besser ist es von vorneherein einen Rasentrimmer mit dickerem Schneidfaden zu kaufen, sofern der Bedarf besteht.

Um ein sehr gutes Mähergebnis zu erhalten, gibt es besondere Schneidfäden. Sie sind nicht rund, sondern eckig und haben Sägezähne an den Kanten. Dadurch erhalten die Halme gerade und saubere Schnittflächen. Das Ergebnis sieht deutlich gepflegter aus und Krankheitserreger finden nur sehr kleine Angriffsflächen. Da sie aus Kunststoff sind, hinterlassen sie kaum Spuren an Pflaster- oder Kantensteinen. Ist ein Rasentrimmer dafür geeignet, wird es im Zubehör angeboten.

Geht es um einen Schneidfaden mit höherer Stabilität, gibt es ummantelte Metallfäden. Der Kunststofffaden besitzt im einen Mitteldraht aus Metall, wodurch er nicht so schnell abreißt. Aber sie können auch kein Gehölz schneiden und hinterlassen mehr Spuren auf Steinen.

Mit dem Rasentrimmer ist das überschüssige Gras in wenigen Minuten entfernt

Einsatzzwecke Messer

Messer sind weniger für Rasenkanten und mehr für Unkräuter bzw. Gestrüpp gedacht. Schneidfäden versagen zum Beispiel, wenn Wiesen bis zur Grasnabe geschnitten werden sollen. Die dicken Grasbüschel widerstehen den Schneidfäden gerne. Mit den Klingen können sie jedoch regelrecht abgesägt werden. Das gilt auch für schilfartige Gewächse oder zum Beispiel Pampasgras.

Ein Messer hält auch deutlich länger als ein Schneidfaden. Der Schneidfaden nutzt sich ständig ab, bis die Rolle leer ist. Dann wird eine neue Rolle bzw. ein neuer Schneidfaden benötigt. Messer halten sehr lange, wenn sie nur Gräser ohne Steine schneiden müssen. Kommen sie in Beeten oder Gebüschen mit Steinen in Berührung, sieht es natürlich anders aus. Selbst wenn die Messer dadurch nicht sofort brechen, kann es zu einer Unwucht kommen. Die Vibration sorgt nicht nur für einen hohen Verschleiß der Lager, sondern überträgt sich auch auf den Benutzer. Eine Unwucht sollte also im Fachbetrieb beseitigt werden oder das Messer ist zu tauschen.

Alternativen zu Nylonfaden und Messer

Abgesehen von den Nylonfäden gibt es unterschiedliche Messer oder Klingen. Lange Klingen eignen sich mehr für lange Halme bei Wiesengras oder Unkraut. Runde Schneidmesser bzw. Schneidscheiben (Rodungsmesser) mit einer Vielzahl von Sägezähnen, sind mehr für dickere und widerstandsfähiges Gestrüpp wie Brombeeren gedacht.

Einige Rasentrimmer können mit herkömmlichen Kabelbindern benutzt werden. Sie besitzen eine runde Platte mit zwei Befestigungsöffnungen für die Kabelbinder. Diese sind jedoch nur bei weichen Rasenkanten zu verwenden. Kommen Kantensteine ins Spiel, reißt der Kabelbinder sofort ab. Dabei gibt es keine Nachstellmöglichkeit, sodass jedes Mal ein neuer Kabelbinder montiert werden muss. Das ist sehr nervend und kostete jedes Mal auch Zeit. Die Kabelbinder dürfen natürlich nicht länger als die Teilabdeckung des Schneidkopfes sein (Herstellerangaben beachten und gegebenenfalls einkürzen).

Kabelbinder können auch bei leerer Fadenspule ein Notbehelf für andere Rasentrimmer sein. Ist die Fadenspule leer, können zwei Kabelbinder an der Spulenrolle befestigt werden. Dazu bedarf es jedoch zwei genau gegenüberliegenden Befestigungsöffnungen, welche selbst mit einem Akkubohrer anzufertigen sind. Das sollte jedoch nur bei leeren Fadenspulen geschehen, welche anschließend weggeworfen werden.

Die Kante ist schnell gemacht, dank Rasentrimmer sind in wenigen Minuten die zu hohen Grashalme entfernt

Rasentrimmer auch für Verbundsteinpflaster?

Schon bei den Rasenkanten neben Wegplatten verlangt es sehr viel Gefühl, nicht andauernd die Steinplatten zu treffen. Das Problem ist auch bei den Fugen zwischen Steinplatten oder Pflastersteinen gegeben. Der Trick ist nur die Halme, aber nicht den Stein zu treffen. Messer eignen sich dazu überhaupt nicht und bei Schneidfäden ist ein hoher Verbrauch einzukalkulieren. Obwohl es grundsätzlich geht, raten wir davon ab.

Zum einen bleibt das Gras oder Unkraut zwischen den Fugen sowieso stehen und wird nur in der Länge gekürzt. Zum anderen kann eine ganze Fadenspule nach 5 Minuten aufgebraucht sein. Einige Modelle erlauben jedoch die Umrüstung auf eine Unkrautbürste mit biegsamen Stahldrähten. Je nach Rasentrimmer lässt sich der Kopf auch schwenken, sodass die Unkrautbüste hochkant zwischen den Fugen reinigt. Dann werden auch die Wurzeln mit entfernt.

Tipp
Werden Fugen gereinigt, sollten sie auch wieder mit Sand oder Fugensplitt gefüllt werden, sonst fangen irgendwann die Steine an zu wackeln. Unkraut lässt sich leichter entfernen, wenn die Wurzeln sehr weit oben in einer gefüllten Fuge anwachsen. Bei tiefen Fugen wachsen auch die Wurzeln tiefer an, teilweise dann sogar unter den Steinen. Dann schaffen es auch Fugenreiniger nicht mehr, das Unkraut zu beseitigen. Es gibt auch speziellen Fugensand, welcher schon direkt mit einem unkrauthemmenden Mittel versehen ist.

Welche Punkte sind für den Kauf des Rasentrimmers wichtig?

Wer sich für eine Art der Rasentrimmer entschieden hat, sollte auf einige Punkte achten:

  • Gewicht beachten, wenn längere Arbeiten geplant sind.
  • Schwere Freihandschneider und Motorsensen besitzen einen Schultergurt. Hier gilt es die Verstellmöglichkeiten zu beachten, damit auch großgewachsene Menschen damit mühelos arbeiten können. Auch die Griffe sollten die Verstellmöglichkeit für die eigene Körpergröße ermöglichen.
  • Wer auch gröbere Unkräuter zu mähen hat, sollte Fadendurchmesser über 2 mm bevorzugen. Ein späterer Wechsel auf größere Durchmesser gelingt in der Regel nicht.
  • Ideal sind Rasentrimmer mit verstellbarem Kopf, wie zum Beispiel unsere Gardena Rasentrimmer ComfortCut 450/25. Er erlaubt Kopf auch seitlich zu schwenken, was zum Beispiel für Fugen oder engen Passagen zwischen Pflanzen nützlich ist.
  • Unser ComfortCut 450/25 erlaubt auch den Winkel des Stiels zum Kopf zu verstellen. Dadurch kann auch unter Hindernissen gut gearbeitet werden. Auch für andere Zwecke (wie zum Beispiel einen Hang zu mähen) ist das wichtig.
  • Die Größe des Schnittkreises spielt bei Rasenkanten kaum eine Rolle. Sollen allerdings Flächen gemäht werden, dann beschleunigt eine größer Schnittkreis natürlich das Arbeiten. Unser Rasentrimmer hat einen Schnittkreis von 250 mm, es gibt aber auch noch größere. Die Länge des freiliegenden Fadens (etwas weniger als die Hälfte des Schnittkreises) bestimmt auch, wie weit ich mit dem Rasentrimmer unter Hindernisse gelange.
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Schon beim Kauf ist auf erhältliches Zubehör und Umrüstmöglichkeiten zu achten, je nach dem geplanten Einsatzzweck.

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Den passenden Rasentrimmer finden - Tipps & Erfahrungen

Wir – ein junges Paar Anfang 30 aus Hamburg – hatten die Idee von der überteuerten Mietwohnung in Hamburg auf Eigentum umzusteigen. Auf unserem Blog schreiben wir seit dem über unsere Erfahrungen mit dem Hausbau und dem Leben im Einfamilienhaus mit Garten. Christian ist dabei eher für organisatorische Dinge und das "Grobe" verantwortlich, sowohl im Haus, als auch im Garten. Lene kümmert sich dabei um die Innenausstattung, Deko, Pflanzen und alles, was wir zum Wohlfühlen so brauchen :-)

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