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Der Komposter im Garten – Tipps & Erfahrungen zum Kompostierer

Komposter Metall - Der Kompost aus Metall ist kostengünstig und einfach aufzubauen - Tipps und Erfahrungen zum richtigen Komposter im Garten

Wer einen Garten besitzt, muss sich auch zwangsläufig mit den Gartenabfällen befassen. Durch das regelmäßige Rasenmähen oder Laubabfall im Herbst, fallen jährlich nicht unbeträchtliche Mengen an Gartenabfällen an, welche beseitigt werden müssen. Dabei stehen die Entsorgung via Grünabfalltonnen oder die Fahrt zum Grüncontainer der Eigenverwendung gegenüber. Für die Umwelt, aber auch dem eigenen Garten, ist die eigene Kompostierung die Lösung.

In diesem Beitrag beschäftigen wir uns sehr intensiv mit diesem Thema.

Warum ist der eigene Kompost so wertvoll?

Oft wird im Garten gedankenlos mit Kunstdünger gedüngt. In der Regel geschieht dies auf Verdacht oder pauschal, ohne die wahren Erfordernisse zu kennen. Das Motto „viel hilft viel“ ist bei der Düngung in der Regel ein Trugschluss, denn eine Überdüngung schadet mehr als dass sie nützlich ist.

Durch eine Überdüngung befinden sich im Erdreich mehr Ionen als in den Pflanzenfasern, wodurch den Pflanzen Wasser entzogen wird. Typische Erscheinungsbilder sind zum Beispiel verbrannte Blattränder. Eine Überdüngung kann auch Ursache für eine deutlich höhere Anfälligkeit für Krankheiten bei Pflanzen sein. Oft steigt der Nitratgehalt im Boden durch Kunstdünger und entzieht den Wurzeln das lebensnotwendige Wasser.

In Gemüse oder Obst kann sich zudem Nitrat ansammeln und wird in unserem Körper zu schädlichem Nitrit umgewandelt. Hohe Nitratgehalte (über 1.000 mg/kg) lassen sich oft in folgenden Gemüsesorten nachweisen:

  • Endiviensalat
  • Feldsalat
  • Kohlrabi
  • Kopfsalat
  • Kresse
  • Mangold

Nitrat, welches im Boden nicht von Pflanzen aufgenommen wird, gelangt durch den Regen bis ins Grundwasser, was vor allem bei der landwirtschaftlichen Düngung ein Problem darstellt.

Mit Humus, welcher bei der Kompostierung entsteht, ist eine Überdüngung dagegen ausgeschlossen. Es sind Nährstoffe in idealer Zusammensetzung enthalten. Humus verbessert im Gegensatz zu Kunstdünger die Bodenstruktur und fördert die Bodenlebewesen, welche wiederum für die Pflanzen sehr wichtig sind. Die Pflanzen werden durch die verbesserte Bodenbeschaffenheit viel besser mit Wasser, sowie Makro- und Mikronährstoffen versorgt. Gärtner bezeichnen Humus auch als „schwarzes Gold“, da sie die vielen Vorteile kennen und zu nutzen wissen. Wir haben die kompostierte Erde beispielsweise auch für unser Hochbeet aus Holz verwendet, um das Hochbeet zu befüllen.

Humus Erde - Kompostierte Erde verbessert die Bodenbeschaffenheit und die Bodenstruktur, wodurch Pflanzen deutlich besser wachsen

Diese ganzen Vorteile lassen sich auch im eigenen Garten umsetzen, sofern etwas Platz für den Kompost zur Verfügung steht. Dadurch steht nach der Verrottung nicht nur Humus zur Verfügung, sondern auch die Entsorgung der Grünabfälle entfällt. Das kann Kosten und Zeit sparen, entlastet aber auch die Umwelt durch die Verringerung von Abfall.

Bei der Kompostierung bieten sich zwei Möglichkeiten an. Grundsätzlich kann in einem abgelegenen Teil des Gartens ein Komposthaufen entstehen, wozu dann außer Platz keine anderen Voraussetzungen nötig sind. Die Grünabfälle werden dann immer auf den Haufen geworfen, welcher mit der Zeit anwachsen wird. Diese Methode ist die einfachste, aber nicht die schönste. Der Komposthaufen lässt sich nur unzureichend in Form halten und wirkt in einem Garten oft ungepflegt. Der lose Komposthaufen lässt sich auch nicht beliebig hoch aufschütten und wird durch Regen immer wieder nach unten rutschen und dadurch zunehmend Bodenfläche einnehmen.

Diese Art der losen Komposthaufen ist zum Beispiel dort sinnvoll, wo große Mengen an Grünabfällen anfallen, sodass Kompostierer zu aufwendig und zu teuer würden. Zum Beispiel in landwirtschaftlichen Betrieben. In Gärten dagegen sind Kompostierer am weitesten verbreitet. Sie halten die Grünabfälle zusammen und ermöglichen das Aufschütten der Grünabfälle bis zur Höhe des Komposters. In der Regel werden jedoch mehr als ein Komposter benötigt, da der Kompost verschiedene Stadien durchläuft. Wie viele einzelne Komposter benötigt werden, ist natürlich auch abhängig von der Menge der Grünabfälle. Da wir unseren Rasen mit einem Mähroboter schneiden, wodurch der Rasenschnitt als Gründüngung auf dem Rasen verbleibt, kommen wir mit zwei Kompostern aus.

Wir haben und für die etwas größeren Modelle von Brista entschieden, welche mit den Abmessungen 100 x 100 x 80 cm jeweils 0,8 Kubikmeter aufnehmen können. Es gibt jedoch auch kleinere wie auch größere Modelle.

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Welcher Komposter ist der richtige?

Komposter gibt es in sehr unterschiedlichen Ausführungen. Als Materialien stehen feuerverzinktes Metall, imprägniertes Holz oder Kunststoff zur Verfügung. Dazu wird noch unter offenen und geschlossenen Kompostierern unterschieden.

Kompost Holz - Ein Komposter aus Holz hat den Vorteil, dass er sich optisch toll in den Garten integrieren lässt

Ein offener Komposter besteht praktisch aus vier einzelnen Gittern, welche zu einem Quadrat zusammengesteckt werden. Sie sind bei größerem Garten bzw. größeren Mengen an Grünabfällen empfehlenswert. Sie lassen sich sehr einfach befüllen und erfordern nicht viel Aufmerksamkeit.

Den offenen Kompostierern stehen die geschlossenen Kompostierer gegenüber, welche auch als Schnellkomposter bezeichnet werden. Hierbei handelt es sich um einen geschlossenen Kunststoffbehälter mit Einfüllluken. Der maßgebliche Unterschied ist die Geschwindigkeit zwischen beiden Varianten, mit der aus Grünabfällen Humuserde wird.

Schnellkomposter Kunststoff - Der Komposter aus Kunststoff ist eine beliebte, weil einfache und pflegeleichte Variante

In einem normalen offenen Komposter oder Komposthaufen, dauert die vollständige Verrottung bis zu 2 Jahre. Zwischenzeitlich muss der Kompost umgesetzt werden. In einem Schnellkomposter läuft die Verrottung – je nach Grünabfall – zwischen 6 und 9 Monaten ab. Ein Umsetzen des Kompostes entfällt bei diesen Modellen, allerdings sind die Ansprüche an die Schichtung der Grünabfälle höher. Schnellkomposter sind kleiner, weswegen sie auch weniger Platz im Garten einnehmen. Dafür können sich jedoch auch nur geringere Mengen an Grünabfällen aufnehmen, weswegen sie vor allem für kleine Gärten mit weniger Grünabfällen empfehlenswert sind.

Was darf auf den Kompostierer und was nicht?

Auf den Komposthaufen kommt praktisch alles, was im Garten anfällt. Zum Beispiel das Rasenschnittgut, gejätete Unkräuter, Laub und kleingeschnittene Reste von Gehölzen. Im letzten Fall kann auch ein Häcksler eine sinnvolle Anschaffung sein, wenn viel Gehölzschnitt anfällt.

Was nicht jeder weiß: Auch Küchenabfälle von Gemüse dürfen auf den Komposthaufen. Deswegen sollte bei der Ermittlung der Kompostergröße auch die Anzahl der Familienmitglieder berücksichtigt werden.

Grundsätzlich dürfen folgende Abfälle auf einen Komposthaufen:

  • Rasenschnitt
  • Strauchschnitt
  • Baumschnitt
  • Stroh
  • Heu
  • Holzrinde
  • Sägemehl
  • Obst- und Gemüseabfälle
  • Eierschalen
  • Kaffeefiltertüten und Teebeutel

Asche, Zitrusfrüchte, Katzenstreu oder nicht pflanzliche Lebensmittelreste dürfen nicht auf den Kompost. Auch kranke Pflanzenteile dürfen nicht kompostiert werden, da sich die Krankheitserreger später mit dem ausgebrachten Humus wieder verteilen könnten.

Unkräuter sollten möglichste vor ihrer Blüte (Samenbildung) auf dem Kompost landen. Vorsicht bei Unkräutern, welche Ausläufer bilden (zum Beispiel Quecken oder kriechender Hahnenfuß). Diese können sich im Kompost halten und vorzüglich vermehren.

Die Mischung machts

Gartenabfälle sind sehr unterschiedlich, was aber auch gut ist. Durch die richtige Mischung kann dafür gesorgt werden, dass ein Komposthaufen genügend Feuchtigkeit und Luft bekommt. Unter Luftabschluss entsteht kein Humus, da dieser von aeroben Bakterien umgewandelt wird. Ohne Luft tummeln sich nur Fäulnisbakterien im Haufen, sogenannte anaeroben Bakterien. Das Endprodukt von Fäulnis ist für uns wertlos und riecht auch nicht angenehm.

Deswegen müssen Gartenabfälle schichtweise und locker auf dem Komposthaufen landen. Am besten werden abwechselnd feuchte und trockene Lagen Schnittgut auf den Komposthaufen gelegt. Rasenschnitt zum Beispiel ist feucht, dicht und reich an Stickstoff. Das Schnittgut von Sträuchern dagegen sehr locker, trocken und enthält wenig Stickstoff. Meistens fällt nicht zu jeder Zeit genügend verschiedenes Schnittgut an, sodass sich in einem weiteren Kompostierer oder auch einfach neben dem Komposthaufen das Schnittgut der Sträucher sammeln lässt. Dann kann nach jedem Rasenmähen immer eine Schicht der Gehölze mit dem Rasenschnitt gemischt werden.

Tipp
Gehölze verrotten nur dann schnell, wenn sie entsprechend klein geschnitten wurden. Bei größeren Mengen lohnt sich ein Häcksler. Es gibt Häcksler mit Messer zum Zerschneiden und mit Walzen zum Zerquetschen. Zum Kompostieren sind die Walzenhäcksler besser, da sie die Pflanzenfasern aufbrechen. Dadurch beschleunigt sich der Verrottungsprozess erheblich.

Welche Größe wird benötigt?

Die Menge an jährlichen Grünabfällen bestimmt auch die Größe der Komposter. Da auch Grünabfälle aus der Küche kompostiert werden können, sorgt die Anzahl der Familienmitglieder für einen zusätzlichen Aufschlag bei der benötigten Größe.

  • Für kleine Gärten (zum Beispiel Reihenhaus) reichen oft schon 300 Liter bzw. 0,3 Kubikmeter aus. Damit lassen sich die Gartenabfälle von gut 150 Quadratmetern und die Küchenabfälle einer 3-köpfigen Familie gut kompostieren. Wer zudem auch viel Laub und Gehölzschnitt hat, sollte zum nächstgrößeren Komposter ab 350 bis 400 Litern greifen. Für kleine Gärten bieten sich vor allem die geschlossenen Schnellkomposter an.
  • Ab 250 Quadratmetern und einer 4-köpfigen Familie sind dann schon 500 bis 600 Liter angeraten. Ab dieser Größe sind offene Komposter besser.
  • Ab 400 Quadratmetern sollte schon ein Volumen von 1 Kubikmeter oder mehr zur Verfügung stehen. Zu groß kann ein Komposter übrigens nie sein, höchsten zu klein. Oft wird bei zu kleinen Kompostern das Schnittgut mit der Hand runtergedrückt, damit mehr hineinpasst. Dadurch fehlt es bei der Verrottung jedoch an Sauerstoff und auch das Umsetzen des Komposthaufens wird unvermeidlich.

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Wo ist der ideale Aufstellungsplatz?

Nun wird er Aufstellungsort des Komposters von verschiedenen Gesichtspunkten betrachtet. Als Erstes muss natürlich die Stellfläche groß genug sein. Dabei sollte berücksichtigt werden, dass zwei oder drei kleine Komposter besser als ein Komposter gleicher Gesamtgröße ist. In mehreren Kompostern können die verschiedenen Stadien der Kompostierung unabhängig voneinander ablaufen. Auch das Umsetzen ist bei mehreren Kompostieren viel einfacher, weswegen ich zum Beispiel zwei gekauft habe.

Ein Kompostierer benötigt Feuchtigkeit, weswegen ein Platz unter einem Baum oder im Schatten ideal ist. Zu viel Sonne lässt ihn austrocknen, was die Bakterientätigkeit und somit die Verwandlung zum Humus verzögert. Wärme benötigt ein Komposthaufen ebenfalls, die allerdings schon durch die Bakterientätigkeit entsteht. Im Innern eines Komposthaufens können bis zu 70 °C entstehen.

Zum Schutz vor ungebetenen Gästen wie Nager sollte der Komposter aus einem Gittergestell bestehen, mit einer Maschenweite ab 12 mm. Das ist bei den Kompostern aus übereinandergelegten Holzlatten nicht der Fall, weswegen sich dazu auch ein separater Maschendraht zum Schutz anbietet. Nagetiere siedeln sich gerne in offenen Komposter an, da sie hier Regenwürmer finden und es schön warm ist, besonders im Winter.

Um die Nagetiere fernzuhalten, muss auch ein Gitter für den Boden eingeplant werden. Viele Nagetiere wühlen sich sonst von unten in den Komposter. Bei meinem Komposter von Brista lassen sich Boden und Deckel optional dazukaufen, was auch Sinn macht.

Andere stellen ihren Komposter auf eine gepflasterte Stelle im Garten, um sich vor „Untergrundarbeitern“ zu schützen. Das empfehle ich nicht, denn es birgt zwei Nachteile. Zum einen entsteht bei der Umwandlung zum Humus auch Flüssigkeit, die auf einem gepflasterten Weg nicht richtig abläuft. In Folge wird es unter dem Komposter hervorlaufen und einen Geruch verbreiten. Zum anderen ist es auch kein schöner Anblick und hinterlässt Flecken.

Gewünschte Arbeiter sind dagegen Würmer, die sich aber auch nicht durch gepflasterte Flächen arbeiten können – ein weiterer Nachteil. Ideal ist der Stellplatz auf normalem Boden mit einem Bodengitter. So kann die entstehende Flüssigkeit im Boden versickern und wird gar nicht wahrgenommen. Nützliche Lebewesen wie Würmer können trotzdem durch das Gitter in den Komposthaufen, wühlende Nager jedoch nicht.

Tipp
Es empfiehlt sich den Komposter bei starken Regenfällen abzudecken. Zwar sollte ein Komposthaufen stets feucht sein, jedoch nicht total durchnässt sein. Schimmel und Fäulnis könnten dann entstehen. Deswegen sind auch abnehmbare Deckel beim Komposter sinnvoll. Vor allem die fertige Humuserde ist vor Regenfällen zu schützen, da sonst die Nährstoffe ausgespült werden.

Die Inbetriebnahme des ersten Kompostierers

Am Anfang fehlt es an benötigten Bakterien, damit der Verrottungsprozess in Gang kommt. Am schnellsten entwickeln sich Bakterien in leicht verrottbaren Pflanzenteilen, wie Gras, Laub oder Obst. Ideal ist eine geringe Menge bereits verrottetem Humus als Starthilfe, wodurch der Komposthaufen praktisch „geimpft“ wird. Dieses Prinzip kennen auch Aquaristen oder Teichbesitzer, wenn ein neuer oder gereinigter Filter geimpft werden muss. Es reichen bereits zwei Hände voll Humus für einen 400 Liter Komposter.

Wer natürlich das erste Mal einen Komposthaufen startet, hat noch keinen Humus um zu Impfen. Vielleicht aber ein freundlicher Nachbar. Der Handel hat diese Lücke für sich erkannt und bietet entsprechend Kompoststarter oder Kompostbeschleuniger zum Kaufen an. Es gibt sie als Pulver oder in flüssiger Form. Kompostbeschleuniger können die Verrottungszeit um Monate verkürzen.

Nach ca. einem Jahr ist ein Komposthaufen spätestens umzusetzen. Bei zwei Kompostierern kann einfach der Zweite mit dem Inhalt des Ersten befüllt werden. Durch das Umsetzen lockert der Kompost auf und wird gut durchlüftet. Ein Sieb ist hilfreich, um noch grobe Stücke von feinerem Kompost zu trennen. Wer kein Sieb kaufen möchte, kann sich aus einem Rahmen und Kaninchendraht auch schnell selbst ein Sieb basteln.

Umso öfters der Komposthaufen umgesetzt wird, umso schneller verrottet das Schnittgut. Ambitionierte Gärtner setzen den Komposthaufen alle zwei bis drei Monate um. So oft machen wir es nicht, ein- bis zweimal jährlich sollte es aber schon sein. Für die noch nicht verrotteten Pflanzenbestandteile ist übrigens eine Grabegabel oder Mistgabel besser als ein Spaten oder eine Schaufel.

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Komposter im Garten – Tipps & Erfahrungen für perfekte Humus-Erde dank Kompost

Wir – ein junges Paar Anfang 30 aus Hamburg – hatten die Idee von der überteuerten Mietwohnung in Hamburg auf Eigentum umzusteigen. Auf unserem Blog schreiben wir seit dem über unsere Erfahrungen mit dem Hausbau und dem Leben im Einfamilienhaus mit Garten. Christian ist dabei eher für organisatorische Dinge und das "Grobe" verantwortlich, sowohl im Haus, als auch im Garten. Lene kümmert sich dabei um die Innenausstattung, Deko, Pflanzen und alles, was wir zum Wohlfühlen so brauchen :-)

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