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Gurken im Hochbeet – Tipps und Erfahrungen zum Standort, dem Einsetzen und der richtigen Pflege

Gurken im Hochbeet - Wir haben das erste Mal Gurken selber angepflanzt, hier liest Du unsere Erfahrung und jede Menge weitere Tipps

Ob im Garten, auf dem Balkon oder im Gewächshaus – Gurken gedeihen in der Regel überall gut. Dies gilt allerdings insbesondere für das Hochbeet, denn wenn Du hier einige Dinge beachtest, wirst Du Dich garantiert über eine reiche Gurkenernte freuen dürfen.

Wir haben letztes Jahr das erste Mal selber Gurken angepflanzt, berichten von unseren Erfahrungen und Recherchen und erklären Dir in den folgenden Zeilen, welche Aspekte Du bei der Aussaat, der Pflege und der Ernte von Gurken im Hochbeet beachten musst, damit auch Du in diesem Jahr aromatische, gesunde und selbst geerntete Gurken genießen kannst.

Gurken im Hochbeet aussäen: Der richtige Zeitpunkt ist entscheidend

Gurken dürfen erst dann im Freien gepflanzt werden, wenn es keinen Frost mehr gibt. Die wärmeliebenden Pflanzen können demnach nur richtig gedeihen, wenn draußen auch in der Nacht konstant milde Temperaturen vorherrschen, was hierzulande meist Ende April / Anfang Mai der Fall ist.

Solltest Du Gurkensamen nutzen, um eigene Setzlinge zu ziehen, solltest Du Anfang bis Mitte März damit beginnen, die Samen in Pflanztöpfe zu säen. Diese kannst Du an einem warmen, lichtgefluteten Standort (Gewächshaus, Fensterbank, etc.) platzieren. Alternativ kannst Du aber auch im April beziehungsweise im Mai vorgezogene Setzlinge kaufen und diese dann direkt im Hochbeet platzieren. Schließlich benötigst Du nicht viele Pflanzen, denn die Gurke dehnt sich sehr schnell zu einer sehr großen Pflanze aus. Warte mit dem Anbau im Freien aber auf jeden Fall ab, bis Nachtfrost ausgeschlossen werden kann.

Gurken im Hochbeet - Tipps zum richtigen Standort, der Bepflanzung und der richtigen Pflege der Gurkenpflanze

Boden im Hochbeet vorbereiten & passenden Standort finden

Gurken (Cucumis sativus) sind sonnenliebende Pflanzen, die warme Standorte bevorzugen. Egal ob Du das Hochbeet im Garten, auf der Terrasse oder im Balkon platzieren möchtest – achte unbedingt darauf, dass die Gurkenpflanzen ausreichend mit den Sonnenstrahlen verwöhnt werden.

Die Gurke ist nicht besonders pflegeleicht, denn sie benötigt sehr viel Humus und eine ordentliche Menge an Nährstoffen im Boden, um gut gedeihen zu können. Zudem müssen die Wurzeln ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden, damit sie nicht absterben. Hierfür ist ein lockerer Boden essenziell, denn dieser kann sich leicht erwärmen, was für den Anbau von Gurken enorm wichtig ist. Schwere, stark verdichtete Böden eignen sich hingegen nicht für den Gurkenanbau.

Um für einen nährstoffreichen, gut geeigneten Boden zu sorgen, könntest Du kurz vor der Aussaat im Mai eine rund 40 cm dicke Schicht aus Pferdemist im Beet auslegen. Verteile ihn locker und klopfe ihn anschließend gut fest, Darüber kommt eine etwa 15 cm dicke Schicht nährstoffreicher Kompost- oder Pflanzenerde. Wir haben keinen Pferdemist verwendet, sondern Humus von unserem Komposter verwendet, was super geklappt hat.

4 Tipps für die richtige Pflege von Gurken im Hochbeet

Nachdem Du das Gemisch gut bewässert hast, wird es für rund 3 Tage mit etwas Folie abgedeckt. Schließlich können die Gurkensamen in einer Tiefe von etwa 2 cm mit ausreichend Abstand zueinander ausgesät werden. Da Gurke zu den Kürbisgewächsen und somit zu den einjährigen Pflanzen gehören, kannst Du mit der Aussaat im Freien im Frühling beginnen, wenn kein Frost mehr zu erwarten ist.

Rankhilfen setzen

Gurken bilden große Blätter und lange Ranken aus, sodass Du der Gurkenpflanze idealerweise mit einer Rankhilfe Halt geben musst. Hierfür eignen sich beispielsweise einzelne, durch Drähte verbundene Stäbe oder auch spezielle, im Handel erhältliche Rankgitter. Daneben hat die Rankhilfe aber auch noch einen weiteren Vorteil, denn sie hilft dabei, die Ausbreitung der Pflanzen einigermaßen einzudämmen.

Bereits nach wenigen Wochen ist die Gurkenpflanze nämlich so groß und verzweigt, dass Du spätestens jetzt damit beginnen musst, den Wildwuchs einzudämmen. Je mehr Verzweigungen Du bei den Gurken zulässt, desto weniger stark kann eine einzelne Pflanze ihre Kraft bündeln, um in den Haupttrieben die Gurken-Früchte zu produzieren. Du musst also die Triebe immer wieder sowohl zur Seite hin kappen, als auch ab einer gewissen Höhe, etwa nachdem die Pflanze die Rankhilfe überragt.

Gute Nachbarn im Gurken-Hochbeet

Während sich Gurken mit Tomaten, Rettich und Radischen überhaupt nicht vertragen, gibt es natürlich auch viele Pflanzen, die sich sehr gut als Nachbarbepflanzung eignen. Dazu gehören die folgenden Gemüsesorten:

  • Sellerie
  • Fenchel
  • Lauch
  • Zwiebel
  • Knoblauch
  • Erbsen
  • Bohnen

Im Hochbeet vertragen sich Gurken sehr gut mit beispielsweise Möhren - Eine Rankhilfe unterstützt die Gurke beim Wachsen

Gurken im Hochbeet: Die 4 wichtigsten Tipps zur Pflege

Die richtige Pflege der Gurkenpflanzen spielt natürlich eine essenzielle Rolle für eine reichhaltige Ernte. Du solltest deshalb die folgenden 4 Tipps unbedingt beherzigen:

1. Gurken mit ausreichend Wasser versorgen

Sind die Pflanzen gesetzt, ist ein regelmäßiges Wässern wichtig. Vor allem an heißen, trockenen Tagen benötigen Gurken viel Feuchtigkeit. Nutze jedoch nicht allzu kaltes Wasser, denn das vertragen die Pflanzen oft nicht gut.

2. Nährstoffzufuhr im Auge behalten

Auch wenn Du bereits auf eine nährstoffreiche Erde geachtet hast, benötigen Gurken vor allem während ihrer Wachstumsphase viel Energie. Es ist daher empfehlenswert, in der Zeit des Hauptwachstums einen flüssigen, schwach dosierten Dünger zu nutzen.

3. Für genügend Luftzufuhr sorgen

Achte unbedingt darauf, dass Deine Gurken genügend Licht und Luft abbekommen. Ein zu dichter, enger Wuchs kann im schlimmsten Fall einen Krankheitsverlauf mit Mehltau und dergleichen begünstigen. Entferne sofort welke Blätter und kappe auch die Blüten und Seitentriebe im unteren Bereich komplett. So liegen Deine Erntefertigen Gurken später nicht auf dem Boden, sodass sie ausreichend Luft und Licht abbekommen.

4. Halte Ausschau nach Schnecken

Schnecken machen sich vor allem gerne über die jungen, ersten Blüten und Pflanzen der Gurke her. Du solltest deshalb insbesondere in der Hauptwachstumsphase Ausschau nach diesen ungebetenen Gästen halten und sie, wenn nötig, unverzüglich beseitigen. Sollten Deine Pflanzen von einer regelrechten Schneckenplage befallen sein, helfen meist nur noch bekannte Hilfsmittel wie Schneckenzäune und ähnliches.

Gurken aus dem Hochbeet ernten: Nicht zu lange warten!

Die ersten Gurken sind bei richtiger Pflege ab Mitte Juni reif, sodass Du schon im Frühsommer einige Früchte ernten kannst. Achte darauf, dass die Gurken nicht zu groß werden oder eine gelbe Farbe annehmen, denn dies führt zu einem bitteren Geschmack. Überreife Früchte solltest Du ebenfalls von der Pflanze abschneiden. Sie eignen sich in den meisten Fällen nur noch für den Kompost.

Du wirst schnell merken, dass in den folgenden Wochen immer wieder neue Früchte heranwachsen. So kannst Du den ganzen Sommer über frische, aromatische Gurken genießen.

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Gurken im Hochbeet - Tipps und Erfahrungen nach dem ersten Jahr

Wir – ein junges Paar Anfang 30 aus Hamburg – hatten die Idee von der überteuerten Mietwohnung in Hamburg auf Eigentum umzusteigen. Auf unserem Blog schreiben wir seit dem über unsere Erfahrungen mit dem Hausbau und dem Leben im Einfamilienhaus mit Garten. Christian ist dabei eher für organisatorische Dinge und das "Grobe" verantwortlich, sowohl im Haus, als auch im Garten. Lene kümmert sich dabei um die Innenausstattung, Deko, Pflanzen und alles, was wir zum Wohlfühlen so brauchen :-)

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