Bevor wir unser Haus gebaut haben, war uns eines klar: Wir bauen auf keinen Fall! Wir wollten viel lieber ein bestehendes Haus kaufen, denn die Angst, dass beim Hausbau etwas schief geht und wir dann vor dem finanziellen Ruin stehen, war riesig. Nun ja, da Du gerade auf unserem Hausbau Blog bist, weißt Du, dass es anders gekommen ist 😉 Die Kosten für den Hausbau waren zwar höher als ursprünglich geplant, den finanziellen Ruin hat das glücklicherweise aber nicht bedeutet.

Trotzdem könnte ich mir nach wie vor sehr gut vorstellen, zu kaufen, statt zu bauen. Wir haben seinerzeit nur nichts passendes gefunden, weshalb wir uns dann für den Bau entschieden haben. Wenn Du nun kaufen möchtest, habe ich nachfolgend ein paar Tipps für dich, wie Du mit Sanierungsarbeiten die Heizkosten in deinem neuen Haus senken kannst.

Fenstersanierung – Der große Hebel

Neue Fenster sorgen für eine erhebliche Einsparung der Heizkosten und amortisieren sich nach weniger als 10 JahrenDie Fenster sind der Schlüssel zu einem guten Raumklima. Sind sie undicht, wird es zugig und Feuchtigkeit kann von außen eindringen. Zudem kommt im Sommer warme Luft hinein und im Winter heizt Du für draußen. Gleich vorab: Wenn Du ganz viel Geld sparen willst und auf einen hohen ROI (Return on Investment) aus bist, dann entschiede dich für Fenster, die direkt Photovoltaik-Systeme integriert haben. Zudem kannst Du sie per Smart Home auf Knopfdruck verdunkeln und in einigen Fällen sogar die Neigung verändern. Das Ergebnis dieser Spielerei ist:

  1. Du generierst Strom durch Deine Fenster.
  2. Du verlierst keine Wärme über die Glasfronten.
  3. Keine Wärme oder Kälte gelangt von außen in Dein Zuhause.
  4. Du sparst durch die Neigung an Licht – sprich Stromkosten.

Ansonsten sind Doppelt isolierte Fenster natürlich Pflicht, um Geld zu sparen. Sie halten außerdem den Lärm draußen.

Wann amortisieren sich die Kosten für die Fenstersanierung?

Über die Fenster verlierst Du fast so viel an Heizkosten, wie über das Dach, hier kannst Du bis zu 20% einsparen. Kombinierst Du die Fenstersanierung mit einer Fassadendämmung und Dachdämmung, brauchst Du durchschnittlich nur noch weniger als die Hälfte des bisherigen Aufwandes heizen. Das gleiche gilt übrigens auch umgekehrt für die Kühlung im Sommer.

Wie lange man genau benötigt, hängt natürlich von der Anzahl der Fenster ab. In diesem Erfahrungsbericht einer Fenstersanierung hat es acht Jahre gedauert, bis sich die Kosten amortisiert haben.

Hausfassade dämmen

Alte Häuser sind häufig schlecht isoliert - Eine neue Wärmedämmung kann helfen, Heizkosten einzusparenBei der Dachdämmung haben wir die Einblasdämmung angesprochen, eine analoge Variante gibt es auch für die Hauswände. Mit vergleichsweise wenig Einsatz kannst Du hier einen sehr hohen Output generieren, der sich vor allem für ältere, bisher nahezu ungedämmte Häuser enorm lohnt.

Doch eine Wärmedämmung ist nicht nur eine Bremse für die Energiekosten, sondern werten die gesamte Immobilie auf. Das Haus wird insgesamt freundlicher und innen wärmer, wodurch der gesamte Wohnkomfort steigt.

Wann amortisieren sich die Kosten?

Die Kosten variieren je nach Methode der Fassadendämmung zwischen 50 und 300 Euro je m². Auch wenn dies auf die Fläche gesehen das Portemonnaie natürlich belastet, amortisieren sich die Kosten laut dieser Auflistung nach etwa vier bis zehn Jahren bei einem Einfamilienhaus.

Wie in den ersten zwei Sanierungsbeispielen beschrieben, sparst Du also auch hier enorm viel an Heizkosten ein. Insgesamt kann es also – sofern es der eigene Geldbeutel ermöglicht – durch die Kombination der Sanierungsmaßnahmen erheblich Geld sparen.

Dach dämmen – das lohnt sich!

Ein gut gedämmtes Dach kann bis zu 20% Heizkosten einsparen - Die Kosten hierfür armotisieren sich häufig nach 10 bis 20 JahrenEs ist wie mit dem Körper: Wer eine Mütze aufhat, hält die Körperwärme sehr viel länger. Ein gut gedämmtes Dach kann für bis zu 20% Heizkostenersparnis sorgen. Doch Achtung, die Dämmung selbst kann zu einem ziemlich kostspieligen Unterfangen werden. Hier ein ganz grober Überblick zu den Maßnahmen und dazugehörigen Kosten:

Wenn dein Dach komplett intakt ist, dann kannst Du eine sogenannte Einblasdämmung verwenden. Diese ist verhältnismäßig preiswert und vor allem geht das schnell. Sind an deinem Dach aber undichte Stellen zu reparieren, empfiehlt sich eine Aufsparrendämmung. Für diese Arbeit brauchen die Handwerker signifikant mehr Zeit. Allerdings ist positiv zu berichten, dass Dein Dach durch diese Maßnahme noch besser gedämmt ist, als durch die Einblasdämmung.

Wenn Du Handwerker kommen lässt, um die Lage zu sondieren, kann es sein, dass sie dir auch raten, dein Dach neu einzudecken. Es kann sich lohnen, dies tatsächlich direkt mitmachen zu lassen. Dadurch hast Du nur einmal Handwerker im Haus und bekommst den Service aus einer Hand, was mit einer Garantie aus einer Hand einhergeht. Außerdem hast Du durch das höhere Auftragsvolumen besseren Verhandlungsspielraum beim Preis.

Wann amortisieren sich die Kosten für die Dachdämmung?

Weil es schwer ist, zu einem bestimmten Preis Auskunft zu geben, nehmen wir ein Mittel aus Deutschland und geben die Kosten pro Quadratmeter an. Für die teure Aufsparrendämmung mit Eindeckung kommen Kosten von circa 230 Euro pro Quadratmeter auf dich zu.

Die Dämmung zwischen den Sparren als Einblasdämmung oder mit konventionellen Methoden beläuft sich pro Quadratmeter auf nur ungefähr 50 Euro. Andere Varianten, wie die zusätzliche Dämmung unterhalb der Sparren, schlägt mit circa 40 Euro zu Buche.

Je nach Art der Dachsanierung amortisieren sich die Kosten laut diesem Artikel nach 5 bis 16 Jahren. Vergiss aber nicht, dass Du mit guter Dämmung einmal den gesetzlichen Vorschriften Rechnung trägst, der Umwelt etwas Gutes tust und dich im Sommer gegen Hitze schützt. Das wiederum spart dir zusätzlich viel an Stromkosten für Klimaanlagen und Kühlschränke.

Wann amortisieren sich Sanierungsmaßnahmen am eigenen Haus?

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